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VG WORTTour 137: Kigali - Durban (ca. 5.000 km)




Teil 2: Januar 2026
Simbabwe, Botswana, Südafrika, Eswatini, Lesotho


Teil 1: Dezember 2025
Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia, Malawi, Mosambik



Donnerstag, Neujahr, 1. Januar 2026: Harare

Schlafend gut ins neue Jahr gekommen. Der Neujahrsgottesdienst in der katholischen Kathedrale von Harare ist für 7:00 Uhr angekündigt. Eine knappe halbe Stunde später geht es los. Mit Weihrauch. Hochfest der Gottesmutter Maria. 20 Minuten Predigt. Ein Erlebnis. Nach den Gottesdiensten ins Swahili und Chichewa ist hier alles in Englisch. Und sehr unterhaltsam.





Heute Pause. General Inventur. Wäsche. Auch anstrengend. Der Geldautomat hat mich mit 100 $ Scheinen beglückt. Die muss ich irgendwie klein kriegen, zum Beispiel bei Hungry Lion. Ich mache nur einen kleinen Spaziergang in der Nachbarschaft. Zu einem Ausflug etwas weiter kann ich mich nicht aufraffen. Pausen Tag eben. Die nahe gelegene Nationalgalerie hat leider, wie manches Museum auf dieser Welt, am Neujahrstag geschlossen.






Freitag, 2. Januar 2026: Harare - Chegutu - Kadoma (141 km)

Der Start nach dem Pausentag geht leicht aus den Knochen. Es sind zwar auch diesmal über 140 km, aber alles andere als ein Gewaltakt. Denn es ist flach. Sehr flach. Sowas gab’s zuvor nur gelegentlich am Malawi See. Und ein bisschen Rückenwind gibt es auch noch.
Nach ein paar Kilometern erhebt sich links am Horizont, ein Kunstwerk nordkoreanischer Machart: der National Heroes Acre. Auch Robert Mugabe liegt dort begraben. Ich bin allerdings deutlich zu früh. Erst um 8:30 Uhr wird die Zufahrt von der Hauptstraße freigegeben. Genau dort entdecke ich das erste Radweg Schild. Obwohl ich eindeutig nur das Schild fotografiere, bittet mich die Military Police zu einem Interview. Der Militärpolizist möchte mir nicht seine ID zeigen, verweist auf seine Uniform, ich dagegen Verweise auf die irgendwann untergehende Sonne und radle meines Weges.
Auch die Snake World und der Lion Park sind noch geschlossen. Nach 50 km ist an der zweispurige Straße, die erste Toll Station, nach 60 km endet die zweispurigkeit. Es bleibt aber ein Randstreifen, was bei dem Nachmittäglichen Verkehr auch sehr hilfreich ist. Es wird ein recht monotones Fahren. Mittags steht die Sonne nun ziemlich genau über mir. Obwohl ich schon 3000 km vom Äquator nach Süden gefahren bin, stand die Sonne bisher stets noch weiter im Süden.





Kurze Pause im KFC von Chegutu. Während ich meinen Sundae Eisbecher mit Berrysauce bestelle, steht neben mir an der anderen Kasse. Eine junge, weiße Frau mit nagelneuen weißen Birkenstocksandalen. Einen weißen Menschen zu sehen, ist für mich inzwischen völlig bizarr. Mich selber sehe ich ja kaum, Spiegel gibt es wenige. Ihr Partner, der kurz darauf auftaucht, ist ein nagelneuen braunen Birkenstocksandalen zu erkennen. Die beiden leben in Harare. Die Sandalen waren ein Weihnachtsgeschenk.
In und um Kadoma gibt es einige Hotels und Lodge. Nur eines davon ist bei Booking COM gelistet. Das steuere ich mal an, zufällig ist es dieselbe Hotelkette, bei der ich auch in Harare zu Gast war. Hier aber ist es eine riesige schicke Anlage.
Die Dame an der Rezeption möchte 100 $ für ein Zimmer mit Frühstück haben, bei Booking, COM kostet es nur 32 $, allerdings ohne Frühstück. wir einigen uns darauf, dass ich bei Booking COM buche. Und schon habe ich eine wunderbare Villa für mich. Warum die Bewertung bei Booking COM nur 6,2 ist - rätselhaft.





Samstag, 3. Januar 2026: Kadoma - Kwekwe - Gweru (133 km)

Kurz nachdem der Wecker mich wie meist um 5:30 Uhr geweckt hat, beginnt eine Serie von Gewittern. Stundenlang. Mir geht’s gut in meiner kleinen Villa. Als ich gegen 10:30 Uhr, jenseits der Checkout Time, langsam los kann, denke ich noch an den Reifencheck. Der Seitenstreifen, auf dem ich gestern unterwegs war, war viel mehr mit allem möglichen gesät, als die übliche Fahrbahn. Siehe da: im Vorderrad steckt ein richtiger kleiner Draht. Zum Glück kann ich ihn problemlos mit dem Messer aus dem Mantel operieren. Das hätte mit größter Wahrscheinlichkeit einen Platten gegeben. Schon bei der Inventur vorgestern am Neujahr habe ich im Hinterreifen etwas bedrohliches raus operiert.
Es ist angenehm kühl nach dem Regen aber ich muss auch zügig fahren, um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Erst das Rücklicht und ein paar 1000 km weiter des Vorderlicht haben aufgehört zu funktionieren.




Alles wie gestern, nur ein paar Höhenmeter mehr. Am Ende bin ich wieder auf der Höhe von Harare, rund 1500 m. Der Verkehr dann weiter regelmäßig an mir vorbei. Ich habe meine Randspur. Die ist nach den Fluten des Vormittags viel sauberer als gestern. Aber ich muss immer hellwach sein. Zweimal sage ich komplett von der Fahrbahn. „Abnormal“ sind die besonders breiten Transporter gelabelt, die reichen deutlich über die Fahrbahnbreite hinaus.
Bei der Unterkunft habe ich es diesmal mal mit Airbnb versucht. Nach 24 Stunden immer noch keine Rückmeldung vom potentiellen Vermieter. Also automatisch storniert. Steuere ich die erstbeste Lodge in historischen Gemäuern an.







Sonntag, 4. Januar 2026: Gweru - Bulawayo (169 km)

In Gweru gibt es noch jede Menge alte Häuser zu bestaunen: den Uhrturm, das alte Midland Hotel, der Stock, Exchange und das Rathaus. Vor den Toren der Stadt ist eine Schuhfabrik der Firma Bata. 10 % Rabatt gibt es im Factory Outlet. Aber heute ist Sonntag. Tatsächlich gibt es auch etwas weniger Verkehr. 120 km/h sind auf der Landstraße erlaubt. Von Harare bis zur Grenze fahre ich immer auf der R2???. Heute bis Kilometerstein 440.
Die Sonne scheint zunächst über der Savanne. Kaum noch Bäume zu sehen. Als die Bepflanzung wieder dichter wird ein völlig neues Bild: links und rechts der Straße, ein niemals endende Stacheldraht. Dahinter viele Kühe.
Dann gibt es ein paar Stunden Regen. Ich habe Glück: die ganz dunkelblauen Flächen mit den gelben Punkten für Blitze ziehen, nördlich und südlich an mir vorbei. Ich werde immerhin so nass, dass ich Portmonee, Reisepass und Handy in die Lenkertasche befördere. Die ist übrigens gebraucht in Reutlingen gekauft (danke fürs abholen, lieber Uri!). Es sieht aus wie das alte Modell aber der entscheidende Unterschied sind die magnetischen Druckknöpfe. So ist es ein leichtes die Tasche zu öffnen und alles wasserdicht unterzubringen.





Der Zielort Bulawayo wird in 20 km angekündigt. Ich mache ein Foto. Als ich weiter will: Platten. Hinten. Zum Glück regnet es nicht mehr. Hand gestoppte 45 Minuten und die Folgen, wiederum von einem Draht, sind behoben.
Oder nicht? Bald eiert das Hinterrad wieder. Ich pumpe noch einmal nach. Aber das hilft immer nur ein paar Kilometer. Es sind nach 15 km bis zum Stadtzentrum, als ich meinen Augen kaum traue: unter einer Art Bushaltestelle werden am Sonntagnachmittag Fahrräder repariert. Der Laden sei sogar 24/7 geöffnet. Sagen Sie mir stolz. Und stürzen auf mein Hinterrad. Sie finden zunächst im Mantel einen weiteren Draht. Aber der gehört zu dem Mantel, den ich vor der Tour neu gekauft hab, der nunmehr gut 3000 km gelaufen ist. Und das Stück Draht hat tatsächlich ein weiteres Loch im Schlauch hinterlassen. Anyway heißt der mit dem meisten Interesse für mein Equipment. Die einen kleben einen flicken von innen gegen den Mantel, die andern flicken den Schlauch. Zum Glück bestehe ich darauf, einen neuen Schlauch zu installieren. Das Waschbecken im Hotel verrät mir später: beide neuen flicken, waren gut geklebt, aber der letzte flicken hat. hat in der Mitte ein Loch. Auch noch nicht erlebt.
So ist es recht spät, als ich das wunderschöne alte historische Hotel im Stadtzentrum erreiche. Als ich noch zu einem kleinen Shopping ausbrechen, sagt mir der Mann an der Rezeption ungefragt, ich täte gut daran bis 19:45 Uhr wieder zurück im Hotel zu sein.






Montag, 5. Januar 2026: Bulawayo - Matobo National Park - Maleme Dam Camp (70 km)

Frühstück im wunderbaren, nach oben offenen Innenhof des gepflegten alten Hotels. Im Rad ist stabil. Aber hinten fehlen noch ein paar Bar. Die Rad Straßen Werkstatt gestern hatte nur Pumpen für Autoventile und Deutsche Ventile. Nicht für meine französischen.Deshalb steuere ich Anand Cycles an. Sie haben tatsächlich die richtige Pumpe. Aber bis ich im Laden bin, hat sich schon wieder ein Draht in den Hinterreifen festgesetzt. Ich finde ihn mehr zufällig von außen, die Luft entweicht immer wieder aus dem Rad. Aber ich finde trotz Hochdruck im Schlauch kein Loch. Zum Glück habe ich ja meinen inzwischen vierfach gepflegten Schlauch im Waschbecken des Hotels getestet. Nehme ich also den. Der hält. An der Kreuzung steht Ex-Befreiungskämpfer Joshua Nkomo als Denkmal.
Nach einem Telefonat mit meinem Bulawayo-erfahrenenFreund Christian gestern Abend und ein Lektüre habe ich mich entschieden in den Matobo (oder auch Matopo) Nationalpark zu radeln. Denn da gibt es keine Beschränkungen für Radler. Nur im Rhinozeros-Bereich nicht.





50 Kilometer Anfahrt. Die Ruhe des neben mir Dahinbretternden Verkehrs ist schon eine wunderbare Einstimmung. Der private Campingplatz, den ich an steuere am Rande des Parks, ist wunderbar aber niemand ist da. Eigentlich wollte ich hier mein Gepäck lassen und eine Tour durch den Park machen.
Bevor ich durch die Central Wilderness Area radle muss ich für zwei Tage Park und eine Nacht Camping 18 $ zahlen. Dann werde ich in der Zufahrt mit Uhrzeit registriert und schon bin ich auf der Piste.
Die windet sich wunderbar durch die Felsenmeer. Hier und da kreuzen Affen den Weg. Am Maleme Dam passieren mich in der Pause zwei offene Gruppen Safari Wagen. Das kennt ein paar Meter weiter ist schöner als gedacht, wenn auch Menschen leer. Oder gerade deshalb schön. Es gibt sogar Wasserstrom Toiletten duschen. Alles offen.





Dienstag, Epiphanie, 6. Januar 2026: Maleme Dam Camp - Matobo National Park - Figtree - Plumtree (122 km)

Wunderbarer Morgen nach wunderbarer Nacht auf meinem Zeltplatz. Irgendwann kommt die Sonne um die Ecke, so dass Schlafsack, Zelt und Unterlegplane schneller trocknen. Um 9:00 Uhr ist alles eingepackt. Vom Staudamm geht es hinauf zum Grab von Cecil Rhodes. Der Begründer Rhodesien hatte sich den höchsten Punkt hier als Grab ausgewählt und die Sicht world View getauft. Dem hier lebenden Stamm war schon länger ein heiliger Berg. Die Riesenkiesel auf dem höchsten Punkt des Plateaus vermitteln Beständigkeit. Aber was ist das für ein Blick! Man kann fast den ganzen Nationalpark überblicken, mit seinen unendlichen Felsen mehren, den vielen Wilderness Areas. Und ich bin der erste und vorerst einzige Besucher an diesem Morgen.
Zurück an dem nunmehr asphaltierten Rund Parkour ist eine große Ansammlung von souvenirständen. Typischerweise wird in Simbabwe nicht begrüßt mit Hello oder good morning, sondern es kommt immer sofort die Frage how are you? Thirsty. Do you have a Coca-Cola? No. Only Pepsi. Niemand verkauft hier oder niemand darf hier verkaufen, was zu trinken oder zu essen. aber er holt aus seinem kleinen Privat Rucksack 1/2 l Flasche Pepsi Cola. Macht ein Dollar. Er entschuldigt sich noch, dass sie in den Läden überall nur einen halben Dollar kosten. Ich bin so glücklich, denn mein TrinkWasservorrat geht deutlich zur Neige. Ich habe keine Ahnung, wann ich ihn aufstocken kann.





Kurz darauf der nächste Höhepunkt: eine der vielen Höhlen mit steinseitlichem Felsmalereien. Die White Rino Cave liegt recht nah an dem Rundweg. Wieder ein kleiner wunderbarer Spaziergang. Und dann ganz zarte Malereien von menschlichen Figuren und Tieren.
Dann verlasse ich den Park durch das Hauptgate. Google Maps zeigt mir eine Verbindungroute zur Hauptstraße. So muss ich nicht nach Bulawayo zurück. 13 km relativ sandige Piste. Ein einziges Auto begegnet mir. Während die Wasservorräte bis zum letzten Tropfen aufgebraucht sind. Noch 10 km auf der altbekannten R2, dann zische ich in Figtree zwei Liter weg. Und kaufe noch zwei Liter für den Rest der Etappe.





Mittwoch, 7. Januar 2026: Plumtree - Grenze Simbabwe/Botswana - Francistown -Tati Siding (109 km)

Das für 7:00 Uhr auf dem Zimmer angekündigte kleine Frühstück verzögert sich um mehr als eine halbe Stunde. Gut für mich, um vor dem Grenzübertritt noch mal runterzukommen.
Ruckzuck bin ich dann an der Grenze. Die Ausreise aus Simbabwe ist sensationell schnell. Einfach Stempel rein und fertig. Auf der Seite von Botswana, genau das Gegenteil. Eine schier endlose Warteschlange zieht sich um mehrere Gebäude herum bis zur Immigration. Ich komme mit einem Weißen aus Simbabwe ins Gespräch. Er erklärt die lange Schlange mit dem Ende der Weihnachtssommerferien in Südafrika. Ähnlich wäre es bei der Einreise von Botswana nach Südafrika für mich aussehen. Er will mit seiner Frau nur kurz über die Grenze, um nach seinem Bankkonto in Botswana und seiner Schwester zu sehen. 90 % der Weißen hätten seit seiner Jugend Rhodesien/Simbabwe verlassen. Nach dem Abtritt von Mugabe 2017 sei es noch schlechter geworden. Man müsse selber für Strom und für Trinkwasser sorgen. Aber es sei halt seine Heimat. Dann hat er einen Geistesblitz. Er meint, ich solle einfach mit meinem Fahrrad mich an die Spitze der Warteschlange bewegen und dort darauf hinweisen, ich müsse unbedingt wegen des begrenzten Tageslichtsbevorzugt abgefertigt werden. Die hätten besonders viel Mitleid mit alten Leuten. Großartig. Alleine hätte ich mir das nicht getraut. Es funktioniert. Ob aus Mitleid mit meinem Alter oder meiner Strecke: 2-3 Stunden Wartezeit bleiben mir erspart, wie sich aus dem Moment ergibt als der Ex Rhodesier mit seiner Frau mich überholt.
Zu guter letzt muss ich mit meinem Fahrrad noch durch ein angebliches Desinfektions Bad. Die dreckigste Brühe, durch die ich mein Fahrrad je geschoben hab.






Die Straße ist nun noch ein bisschen breiter, vor allem der Randstreifen. Daneben hat man die alte Straße belassen. belassen. Könnte man einen schönen Radweg draus machen.
Eine Polizistin, die mich in ihrem schwarzen Wagen überholt mit Pseudo Calvin. Klein Handtasche auf dem Beifahrersitz, weist mich an, auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Randstreifen dem Verkehr entgegen zu fahren. Das sei sicherer, weil ich so den Verkehr auf meiner Spur sehen würde. Da ist sicher was dran, aber es ist mühsam genug für mich auch nach 3000 km mich in Linksverkehr wohl zu fühlen. Jeden Morgen stelle ich mich neu darauf ein. Okay, ein paar Kilometer fahre ich auf der rechten Seite. Das Problem sind ja in kritischen Momenten die Reflexe, die man einfach von seiner gewohnten VerkehrsSeite drauf hat.
Bei einer Pause blicke ich zufällig auf die Fahrradkette und entdecke eine Unregelmäßigkeit. Mit meiner kleinen Zange gelingt es mir nicht, das zu regulieren. Aber in Francis Town finde ich einen Mechaniker. Eigentlich habe ich schon länger gespürt und gehört, dass da irgendetwas nicht stimmt mit der Kette, aber ich habe es einfach ignoriert. Das Englisch ist in Botswana offensichtlich deutlich schlechter als in Simbabwe.
FrancisTown verdankt seine Entstehung der Suche nach Gold. Das ist dokumentiert im winzigenHeimatmuseum, der nach übereinstimmen der Meinung meiner beiden Botswana, wenn überhaupt einzigen Sehenswürdigkeit der Stadt. Im zweiten Anlauf bekomme ich dann auch eine Führung. Beim ersten Mal fehlte mir botswanisches Geld. Weniger als ein Dollar. Als ich das Geld endlich habe, werde ich feierlich ins Besucher Buch eingetragen. Ich bin der erste seit Tagen.
Was den Konsum angeht, ist Francis town schon wieder Next Level. Wahnsinnige Malls. Und bei der Ausfahrt aus der Stadt dauern sich die Autos doppelspurig. So geht es quasi auch autobahnmäßig weiter Richtung Hauptstadt Gaborone.
Dann werde ich schon wieder angehalten. Zwei Freaks in Straßenwacht Kleidung fragen mich aus. Habe ich wieder etwas falsch gemacht? Ich fahre inzwischen wieder auf der linken Seite. Nein, sie wollten sich einfach nur mit mir unterhalten. So viele Leute jetzt ins Simbabwe und Botsuana, die ständig wissen wollen, woher ich komme, wohin ich fahre, wie lange ich gebraucht habe, wie lange ich brauchen werde. Wie anders dagegen die Begeisterung der Kinder in Ruanda, Burundi, Tansania, Malawi: einfach ein Weißer. Egal woher wohin.





Donnerstag, 8. Januar 2026: Tati Siding - Serule - Palapye (153 km)

Rund 150 km Contre la Montre. Jede Etappe ist ja im Grunde ein Einzelzeitfahren. Auch wenn es eine einfache Strecke ist (die Höhenmeter sind sogar mit den Berechnungen von Google Maps identisch): selbst beim heutigen Rekord von 21 Stundenkilometern bedeutet das fast siebeneinhalb Stunden reines Strampeln.
Auf halber Strecke bei Serule ist bei einer Tankstelle das einzige ‚Restaurant‘. Das Essen ist immer noch erstaunlich billig: zwei Dollar.
Bei rund 90 Kilometern meldet sich die Kette: die Reparatur von gestern ist Geschichte. Auf der Außenseite ist ein Kettenglied wieder draußen. Ich radle inzwischen auf der alten Straße. Die ist weniger verdreckt und seltener unterbrochen als gedacht.




Bei km 138 reißt die Kette an der Stelle. Kette und Zahnkränze hatte ich austauschen lassen vor Reise, genau wie die Bremsen erneuern und die Räder zentrieren lassen. Alles ohne wahnsinnig nachhaltige Wirkung.
Eine schlappe Stunde brauche ich um das Kettenglied wieder einzurenken. Das recht schwere aber effektive Kettengliedgerät hab ich zu Hause gelassen, nachdem jahrelang kein einziges Kettenglied zu richten war. Jetzt aber klingt es so, als sei das Kettenglied richtig reingerutscht. Hoffnung. Obwohl die halbwegs neue Kette hängt wie die Gärten Semiramis. Und von daher sowieso erneuert werden sollte.





Freitag, 9. Januar 2026:








Samstag, 10. Januar 2026:








Sonntag, 11. Januar 2026:








Montag, 12. Januar 2026:








Dienstag, 13. Januar 2026:








Mittwoch, 14. Januar 2026:








Donnerstag, 15. Januar 2026:








Freitag, 16. Januar 2026:








Samstag, 17. Januar 2026:








Sonntag, 18. Januar 2026:








Montag, 19. Januar 2026:








Dienstag, 20. Januar 2026:








Mittwoch, 21. Januar 2026:








Donnerstag, 22. Januar 2026:








Freitag, 23. Januar 2026:








Samstag, 24. Januar 2026:








Sonntag, 25. Januar 2026:







Teil 1: Dezember 2025
Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia, Malawi, Mosambik


Route Kigali - Durban



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Kigali - Durban (6.12.2025-24.1.2026)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als zum Download als Excel-Tabelle Excel-Logo

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 6.12.2025
2. 7.12.2025
3. 8.12.2025
4. 9.12.2025
5. 10.12.2025
6. 11.12.2025
7. 12.12.2025
8. 13.12.2025
9. 14.12.2025
10. 15.12.2025
11. 16.12.2025
12. 17.12.2025
13. 18.12.2025
14. 19.12.2025
15. 20.12.2025
16. 21.12.2025
17. 22.12.2025
18. 23.12.2025
19. 24.12.2025
20. 25.12.2025
21. 26.12.2025
22. 27.12.2025
23. 28.12.2025
24. 29.12.2025
25. 30.12.2025
26. 31.12.2025
27. 1.1.2026
28. 2.1.2026
29. 3.1.2026
30. 4.1.2026
31. 5.1.2026
32. 6.1.2026
33. 7.1.2026
34. 8.1.2026
35. 9.1.2026
36. 10.1.2026
37. 11.1.2026
38. 12.1.2026
39. 13.1.2026
40. 14.1.2026
41. 15.1.2026
42. 16.1.2026
43. 17.1.2026
44. 18.1.2026
45. 19.1.2026
46. 20.1.2026
47. 21.1.2026
48. 22.1.2026
49. 23.1.2026
50. 24.1.2026
Summe sss



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