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VG WORTTour 138: Duisburg - Dortmund - Duisburg (347 km)


Gruppe von fünf Personen mit Fahrrädern posiert vor dem großen blauen #DUISBURG Schriftzug
Am Start vor dem Duisburger Hauptbahnhof

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht

Tour 138: Duisburg - Dortmund - Duisburg (30.3-4.4.2026) 347 km
Von Zollern bis Zollverein: Radelnd auf der Ruhr-Route Industriekultur

Wieder sind wir am Start mit Helena, Melina und Rebecca. Die hat ein schickes neues Tandem. Diesmal sind wir nicht an der Donau unterwegs, sondern im Ruhrgebiet. So können Caro und Hannah aus Münster und Bremen gut dazustoßen für einzelne Etappen. Von Duisburg aus starten wir auf dem Ruhrtal-Radweg, auf dem wir die ersten beiden Tage verbringen. Danach orientieren wir uns überwiegend an der Route 'Industriekultur per Rad'. So lernen wir die Ex-Zechen Nachtigall, Zollern und Zollverein kennen, die Kokerei Hansa in Dortmund, das Schiffshebewerk Henrichenburg, den Gasometer von Oberhausen und den ehemaligen Hochofen in Duisburger Landschaftspark Nord. Durch das nördliche Ruhrgebiet an Emscher und Rhein-Herne-Kanal geht es zurück zum Startpunkt am Duisburger Hauptbahnhof.

Zwei Personen fahren ein bepacktes Liegeradtandem am Hafen entlang, im Hintergrund moderne GebäudeRückenwind an der Ruhr
Montag, 30. März 2026: Mainz - Zug - Duisburg - Mülheim - Essen - Hattingen (63 km)

Helena bringt jede Menge Brötchen zum Frühstück mit. Christoph glaubt, er würde beim Quer-durchs-Land-Ticket fünf Fahrradplätze miterwerben. Jedenfalls sind wir pünktlich auf dem Bahnsteig. Als der Zug einfahren soll, wechselt die Anzeige: Zug fährt nicht von Gleis 2, sondern von Gleis 11. Also alle Mann beziehungsweise Frau mit der Rolltreppe rauf und wieder runter.
Mit Ach und Krach passt das Tandem in den Fahrradstellplatz. Zwischen Koblenz und Köln-Deutz können wir überall umsteigen. Wir entscheiden uns für Köln Hauptbahnhof. Dank der Verspätung hat sich die Umsteigezeit auf angenehme fünf Minuten reduziert. Jetzt haben wir etwas mehr Platz für das Tandem. Allerdings haben wir auch diesmal kein Fahrrad-Ticket, obwohl es den Anschein hatte. Problem: Beim Bezahlen am Ende des Bestellvorgangs werden die Fahrräder mit aufgeführt, obwohl sie überhaupt nicht im Ticket dabei sind. Doch anders als im vergangenen Jahr, drückt der Schaffner alle Augen zu.


Historischer Wasserturm und eine Steinskulptur in einem gepflegten Garten
Historischer Wasserturm Aquarius bei Schloss Styrum in Mülheim

Zwei Personen sitzen mit Eisbechern in einem Eiscafé und unterhalten sich
Eiscafé Al Ponte in Essen-Kettwig


Selfie eines Fahrradfahrers mit gelbem Helm, hinter ihm fährt eine weitere Person auf einem RadwegGruppenfoto vor dem Duisburg-Schriftzug in maritimen Blau. Durch den Innenhafen und unter ziemlich vielen Autobahnen hindurch etablieren wir uns auf dem Ruhrtalradweg. Der Wind weht recht kräftig, aber eher in unserem Rücken. Etwas bedrohlich wirkende dunkle Wolken ziehen auf.
Am Aquarius von Mühlheim, einem alten Wasserturm - umgebaut zu einer Besucherattraktion, die Montag geschlossen ist - erste Pause. Deren Ende wird vom ersten kleinen Schauer markiert. Bei der nächsten Pause steht der Schauer am Anfang. Al Ponte, das Brückencafé in Kettwig ist das Eiscafé unserer Wahl.
Hat uns Melina mit Wikipedia-Wissen über Duisburg erfreut, so generiert Helena per KI 45 Sekunden Wissenswertes über die Villa Hügel in Essen am Baldeneysee. An dessen Ende trennen sich vorübergehend unsere Wege. Helena und ich erklimmen die Höhen von Burgaltendorf. Wir besuchen meine Mutter. Und bringen die Türklingel wieder in Gang mit einer neuen Batterie. Danach geht es wieder ins Ruhrtal. Überraschenderweise sind wir die ersten am Quartier direkt an der Ruhr in Hattingen. Gastgeber Patrick ist schon in Sorge, weil in Eile.


Person fährt auf einem Radweg bei Sonnenuntergang entlang eines Flusses
Sunset bei Hattingen

Vier Personen sitzen am Lebensmitteln und Geschirr gedeckt
Abendesse in Pattricks Wohnung


Vier Personen mit Fahrradhelmen stehen auf einer kleinen Fähre, im Hintergrund ein Fluss und BäumeTolle Nachtigall-Zeche, Totalausfall Rohrmeisterei
Dienstag, 31. März 2026: Hattingen - Witten - Hagen - Schwerte - Holzwickede (63 km)

Helena ist als erste wach. Die Gruppe ist noch eher im Winterzeit-Modus. Dann stürzt sich Miri, abgesichert durch Rebeccas Begleitung, in die stark strömende Ruhr. Bevor Kaffee, Milch, Haferdrink am Frühstückstisch strömen. Dazu gibt’s original selbst gebackenes Brot von Jochen. Das optimal zu schneiden, gelingt natürlich nur Helena.
Die steuert heute zunächst auch das Tandem. Das Wetter enttäuscht ein bisschen durch fehlenden Hagel. Durch eine Baustelle hindurch finden wir noch zu einer Fahrradfähre über die Ruhr. Obwohl uns ChatGPT in jugendlichem Stil auf die Henrichshütte eingerockt hat („Bämm!“), entscheiden wir uns stattdessen für eine Besichtigung der Zeche Nachtigall bei Witten.
Die Stollenführung ist ausgebucht. Stattdessen führt uns Helena durch Maschinenraum und Museumsausstellung. Gegenüber vom Sandsteinbruch pausieren wir noch in der Sonne vor der Sandsteinfassade auf der Bank und praktischen Klappstühlen. Die Haferkekse werden etwas ungleich aufgeteilt.


Vier Personen fahren auf einem Radweg durch eine Wiesenlandschaft, Bäume und Hügel im Hintergrund
Sonnenschein

Zwei Personen fahren auf einem Radweg durch eine Wiesenlandschaft, Bäume und Hügel im Hintergrund
Melina & Miri

Zwei Personen mit Fahrradhelmen machen ein Selfie während einer Radtour auf einem Weg mit kahlen Bäumen
Selfie auf dem Tandem

Zwei Personen auf einem roten Liegeradtandem fahren über eine Wiese, im Hintergrund Bäume und Hügel
Liegend durchs Ruhrtal

Drei Personen mit veschränkten Armen in Witten
Zeche Nachtigall


Vier Personen sitzen auf einer Bank an einer Steinmauer und essen einen Snack Jetzt wollen wir mal 30 Kilometer am Stück radeln. Hätten wir auch locker geschafft, wenn nicht doch dieser eine Schauer gewesen wäre, der uns unter eine der vielen Autobahnbrücken getackert hätte. An diesem romantischsten aller Plätze des Tages wechselt Rebecca noch im Handumdrehen fast sämtliche Kleidungsstücke.
Schon erreichen wir die Rohrmeisterei von Schwerte. Allerdings ein Totalausfall, weil geschlossen. Hier rettet uns Eiscafé Venezia in der City. Drei Mädchen entscheiden sich unisono für Erdbeer-Nutella-Crèpes. Drei Erziehungen, ein Ergebnis. Während die ältere Dame draußen im Regen unseren Rädern und Gepäcktaschen was von ewiger Liebe vorgeigt.
Rund 80 Höhemmeter trennen uns noch vom Ziel Holzwickede. Auf dem höchsten Punkt überrascht uns die Emscherquelle. Gut, dass die Lebensversicherung nichts vom Zustand des Holzwegs weiß, der dort hinführt.
Die heutige Ferienwohnung besticht durch Größe und eine Waschmaschine. Die allerdings wohl eher doch nur ein Trockner ist.


Person fotografiert einen großen Teller mit Pfannkuchen, Früchten und Eis in einem Restaurant
Kamera für die absoluten Highlights

Person in einem Eis-Cafe, lächelnd
Rebecca

Fünf Personen machen ein Gruppenfoto vor einem Fachwerkhaus und einem Teich
An der Emscherquelle

Person freut sich über einen hohen wackeligen Jenga-Turm auf einem Holztisch
Babylon in Holzwickende


Lachende Person im Wintermantel, draußen vor einer Glasinstallation mit leuchtenden ElementenFelgenende
Mittwoch, 1. April 2026: Holzwickede - Unna - Kamen - Bergkamen - Lünen - Waltrop - Dortmund (72 km)

Beim Bäcker bedient uns der ältere Mann mit Hemd und roter Fliege. Minuten später können wir Carolin am Bahnhof 'Holzwickede Flughafen Dortmund' begrüßen. Es ist 3 Grad kalt, aber recht sonnig.
Carolin steuert direkt das Tandem, während Miri versucht, das Studentinnenrad aus Münster durch die Gegend zu bugsieren. Traditionell gibt es nach zehn, zwälf Kilometern das erste industriekulturelle Highlight. In diesem Fall die Lindenbrauerei von Unna. Heutzutage ergänzt durch das Zentrum für Internationale Lichtkunst. Die Homepage hat mir den Eindruck vermittelt, man könne da auch ohne Führung einfach wie durch ein Museum gehen. Aber auch hier scheitern wir wieder an Gruppenführungen, die erst in weiter Ferne und dazu noch relativ ausgebucht sind. Also geht’s weiter auf dem Klöcknerbahn-Radweg Richtung Norden.
An Kamen und Bergkamen vorbei erreichen wir den Datteln-Hamm-Kanal. Die Marina Rünthe, ein Yachthafen, drängt sich für eine Pause auf. Sogar eine Touristeninformation gibt es hier. Und eine Fahrradstation. Die nutze ich, um an Caros Rad - gegen ihren Willen - den minimalen Reifendruck etwas aufzupeppen. Als ich zur Bank zurück radle, auf der die anderen pausieren, platzt direkt vor allen der hintere Reifen. Bald stellt sich heraus: der Mantel ist heil geblieben, im Schlauch ist ein riesiges Loch, und von der Felge hat sich auf einer Seite etwa ein Viertel des Randes gelöst. Sah am Anfang aus wie ein Teil vom Mantel.


Zwei lachende Personen auf einem Fahrrad, aufgenommen auf einem Platz mit Bäumen und blauem Himmel
Marina Rünthe

Zwei lachende Personen auf einem Fahrrad
Caro als Steuerfrau

Person repariert ein umgedrehtes Fahrrad auf einem gepflasterten Platz am Hafen, im Hintergrund sitzen zwei weitere Personen
Reparaturversuch

Fünf Personen sitzen auf einer Bank am Hafenbecken bei sonnigem Wetter, im Hintergrund Boote
Frühjahrspause

Nahaufnahme eines Fahrradreifens mit blauer Felgenbandmontage, eine Hand hält abgebrochenen Felgenrand
Felgenrand abgebrochen

Drei Personen mit Fahrradhelmen machen ein Selfie bei sonnigem Wetter und blauem Himmel
Auf der Halde Großes Holz

Hand mit kleinem frischen Schnitt am Finger, im Hintergrund graue Steine
Blut, Schweiß und Tränen

Drei Personen mit Fahrradhelmen machen ein Selfie bei sonnigem Wetter und blauem Himmel
Immer noch auf der Halde Großes Holz


Gruppe von Radfahrenden fährt am Kanal entlang, vorn eine Person mit gelbem Helm und PacktaschenMiri opfert sich und schiebt das Rad zur nächsten Bushaltestelle. Auf ihrem Weg nach Dortmund entdeckt sie an der Radstation von Werne ein gebrauchtes Rad, das sie kaufen kann. Wir erklimmen unterdessen die Halde Großes Holz. Caro und ich begnügen sich mit der halben Höhe. Die drei Mädels schaffen es bis on top of the pop.
Selbst von halber Höhe aus hat man einen tollen Blick bei nach wie vor reichlich Sonnenschein und klarer Luft. Ich habe gerade konstatiert, dass nun genug passiert ist für heute, als Melina sich den Finger schneidet an den groben, blauen Glasstücken, die hier als Mauer fungieren. Helena hat ein Erste-Hilfe-Set am Start. Und verarztet Melina.
Pause am Café Seepark von Lünen. Das Trinkgeld muss man hier schon bei der Bestellung mit dem Handy mitliefern. Entsprechend begrenzt ist der Service, als Iced Matcha Latte, eine Cola und ein Stück Apfelkuchen uns erreichen. Karamell-und Kokossirup sind schnell konsumiert, bevor nur noch bitteres Matcha zwischen den Eiswürfeln dahin schwappt. Außer bei Melina, die alles ordentlich umrührt.
Bei Post Wolf ergattert Helena noch zwei Briefmarken für Postkarten. Vom Datteln-Hamm-Kanal geht es an der Zeche Waltrop vorbei, wo Rebeccas Tandem in den Hase Schaltwerken - mit leider schon geschlossenem Showroom - das Licht der Welt erblickte, zum Dortmund-Ems-Kanal.
Melina strampelt mit Rebecca erfolgreich auf dem Tandem. Auch eine abgesperrte Baustelle kann uns natürlich nicht aufhalten. Der Radweg bringt uns fast an den Dortmunder Hauptbahnhof. Dort soll Hannah, aus Bremen kommend, gerade aussteigen. Der Zug ist aber schneller als die Bahn App. Während Caro und Rebecca vergeblich auf dem Bahnsteig suchen, trifft Hannah Melina im Rossmann-Express. Der Rest ist Hans im Glück. Mit vier Aperitifs, Rosé, vier Burgern und jeder Menge Pommes classiques.


Zwei Personen mit Fahrradhelmen sitzen am Kanalufer und lächeln in die Kamera
Lächelnd auf dem Kanalradweg

Person fährt mit bepacktem Fahrrad auf einem Baumweg entlang eines Kanals bei sonnigem Wetter
Dortmund-Ems-Kanal

Sechs Personen sitzen an einem Restauranttisch mit Getränken und Speisen und lächeln in die Kamera
Hans im Glück


Mehrere Personen fahren auf einem Waldweg Fahrrad, im Vordergrund ein TandemradKohlen-Rundtour ohne Gepäck
Gründonnerstag, 2. April 2026: Dortmund: City - Kokerei Hansa - Zeche Zollern - Rheinischer Esel - Westfalenhalle - City (44 km)

Verheißungsvolle Sonne am Morgen. Hannah leiht sich ein Rad an der Radstation im Hauptbahnhof. Helena organisiert Brötchen. Caro und Christoph bauen noch ein bisschen an Caros neuem und altem Rad herum. Frühstück also nicht ganz so früh. Ebenso der Etappenstart. Heute eine Rundtour. Viel Gepäck bleibt in unserem Quartier. Also haben es alle etwas leichter.
Diesmal sitzt Hannah auf dem Tandem mit Rebecca. Sieben Leute auf sechs Rädern ist schon eine etwas größere Nummer. Die Industriekultur-Tour im Dortmundes Westen verspricht, den Weg der Kohle zu verfolgen. Unsere erste Station ist die Kokerei Hansa. Im nächsten Jahr soll sie ganz groß rauskommen bei der Internationalen Garten Ausstellung (IGA). Dafür wird noch viel gebaut. Deshalb können wir nur einen Teil sehen. Aber die Dimensionen sind auch so beeindruckend.


Grupppenbild an der Kokerei Hansa in Dortmund
Kokerei Hansa: Alle zusammen

Zwei Personen fahren mit Fahrrädern und lächeln
Teenie-Team

Zwei Personen fahren mit Fahrrädern auf einer Allee mit historischen Gebäuden im Hintergrund
Abfahrt bei der Zeche Zollern

Drei Personen fahren mit Fahrrädern, davon ein Tandem
Caros neues Rad, Hannah steuert das Tandem


Zwei Personen fahren mit Fahrrädern durch einen Einschnitt mit Mooswänden unter einer alten BrückeLeider nicht ganz so beeindruckend die Wette Entwicklung es ist doch recht bedeckt und nicht wesentlich wärmer als gestern. 10 km weiter kommen wir zur wohl schönsten Zechenanlage des Ruhrgebiets: Zeche Zollern. Das Ensemble der Hallen und Türme wirkt wirklich sehr harmonisch. Und wieder erfahren wir einiges Neues über das Leben der Bergarbeiter. Auch Frauen waren dabei. Die größte Freude löst allerdings die Gastronomie im Pferdestall aus. Auch Koffein wird von einigen Teilnehmer:innen dringend benötigt.
Heute sind eher Süßkartoffel-Pommes gefragt. Und das alles macht uns wieder radelfertig. Mangels GPX-Daten lotst Christoph den Bandwurm aus Rädern quer durch den Dortmunder Westen nach Süden. Irgendwie kommen wir dann doch noch auf die ersehnte ehemalige Bahnstrecke 'Rheinischer Esel'. Wir bleiben darauf nur recht kurz, dafür ist der Fahrbahnbelag für den Radverkehr extrem neu.
Das Wetter wird nicht besser, und so ziehen wir auf der Hagener Straße zurück ins Dortmunder Stadtzentrum, vorbei am Westfalenstadion und Westfalenhalle. Als doch noch ein bisschen Regen aufkommt, sind wir schon am Ziel. Statt des vielfach von Christoph angekündigten Pannenkoekenhuis, gibt es heute Abend selbstgemachte Pfannkuchen. Hannah sei Dank.
Caros Rad findet sein Ende an der Radstation am Dortmunder Hauptbahnhof, wo es gern entgegen genommen wird.


Person steht mit einem Fahrrad vor der Radstation, daneben steht ein weiteres Fahrrad
Ende von Caros Rad

Fünf Personen sitzen an einem gedeckten Esstisch mit verschiedenen Speisen und schauen lächelnd nach oben zur Kamera
Endlich Pfannkuchen


Vier Personen auf Fahrrädern an einem Kanalweg unter einer Eisenbahnbrücke, vorne eine Person mit gelbem HelmGlück auf!
Karfreitag, 3. April 2026: Dortmund - Waltrop - Herne - Gelsenkirchen - Essen (65 km)

Heute ist Frühaufsteherinnen-Tag. Hannahs Zug fährt um viertel vor neun. Das gemeinsame Frühstück beginnt eine Stunde zuvor. Miri geht noch mit zum Bahnhof.
Wir fahren hinaus aus der Stadt wie wir hinein gekommen sind: am Dortmund-Ems-Kanal. Diesmal allerdings auf der westlichen Uferseite. Auf der kommt man problemlos zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Helena hat wieder mal eine 45-sekündige Präsentation vorbereitet. Ein Ehepaar mit sehr altem Hund schwärmt von Bootsfahrten auf den Kanälen.
Von denen folgen wir nun dem Rhein-Herne-Kanal. Auch hier gibt es die ein oder andere Baustelle, die uns entweder zwingt Umleitungen zu ignorieren oder zu nehmen. Eigenartigerweise führt in Castrop-Rauxel der Radweg nicht über die pittoreske Brücke 'Sprung über die Emscher', die Fluss und Rhein-Herne-Kanal überbrückt, sondern über die alte Autobrücke direkt daneben.
Von Karfreitagsrasern bleiben wir verschont. Ganz im Gegenteil: es ist wenig Verkehr. Schließlich landen wir auf dem Radweg Erzbahntrasse. Nun geht es windgeschützt durch Gelsenkirchen und Essen. Mitten durch Großstädte aber auf einer grünen Piste. Sogar eine große Raststation gibt es hier. Wir bekommen Live-Eindrücke von Ruhrgebietsmenschen und auch vom Ruhrgebietssound via YouTube. Glück auf!


Historisches Schiffshebewerk aus Stahl und Stein bei bewölktem Himmel
Schiffshebewerk Henrichenburg

Kunstwerk Demut am Rhein-Herne-Kanal
Demut?


Person betrachtet eine Kamera oder ein Gerät und steht vor einem IndustriegebäudeSchneller als erwartet erreichen wir die Zeche Zollverein. So konnten Melina und Miri die ganze Etappe mitradeln. Doch jetzt geht’s wegen der ein oder anderen absehbaren Zugverspätung für die beiden direkt weiter zum Essener Hauptbahnhof. Rebecca, Helena und Chris dagegen beziehen das Quartier mit Blick auf UNESCO Welterbe Zeche Zollverein.
Das Gelände von Zeche und Kokerei ist so weitläufig, dass wir auf den beiden Rädern noch fast zehn Kilometer zurücklegen. Zuletzt durch den Skulpturenpark. Zuvor gibt es Kuchen, Crêpe und Eis. Und den ein oder anderen Einblick in die riesigen Gebäude. Pizza zum Abschluss dann nebenan bei Mezzo Mezzo. Nicht zu vergessen der Rosé.


Zwei Personen fahren ein Liegeradtandem an einem alten Industriegebäude mit Stahlkonstruktion vorbei
Zeche Zollverein

Zwei Personen vor Straßenbahn zur blauen Stunde
Abendstimmung


Zwei Personen auf einem Liegeradtandem stehen an einem Geländer am FlussuferOstern kann kommen
Karsamstag, 4. April 2026: Essen - Bottrop - Oberhausen - Duisburg (40 km)

Der Netto ist hinterm Haus. Helena geht zum Netto pünktlichst zur Öffnung um sieben Uhr. Und muss doch auf die zweite Backrunde warten. Samstagmorgen nach Feiertag. Rebecca versucht sich heute erstmals mit Click-Schuhen. Das Tandem gewinnt deutlich an Geschwindigkeit.
Auf der Bahntrasse geht es zurück zum Rhein-Herne-Kanal. Unser Weg pendelt dann zwischen Kanal und kanalisierter Emscher und drumherum. Einzelne Baustellen sind passierbar. Eine mit Tandem nicht so richtig. Wir müssen vom Deich runter durch dichtes Gras zum Leinpfad. Folge: nasse Schuhe.


Lichtinstallation mit leuchtenden Linien, die von unten nach oben strahlen, in einem dunklen Raum
Gasometer Oberhausen: Mythos Wald

Zwei Personen auf einem Liegeradtandem überqueren eine Stahlbrücke, im Hintergrund ein Gasometer mit Werbung
On their way


Zwei Personen fahren ein rotes Liegeradtandem vor einem alten Backsteingebäude mit StahlstrebenDirekt am Kanal erhebt sich der Gasometer von Oberhausen. Google Maps weiß nicht, dass man dort wunderbar auf einer Radbrücke über den Kanal kommt. Helena und Rebecca erklimmen die Höhe mit dem Fahrstuhl mitten durch die Ausstellung Mythos Wald.
Das letzte Highlight erreichen wir auf der Bahntrasse Grüner Pfad: der alte Hochofen im Duisburger Landschaftspark Nord. Es gibt eine große Kletterarea vom DAV. Aber die Zeichen stehen mehr auf Heimfahrt. Auf dem Grünpfad werden wir noch ein bisschen Richtung Ruhrmündung geleitet, bevor es über Brücken zurück zum Ausgangspunkt geht: Duisburg Hauptbahnhof.
Die Züge sind Karsamstag angemessen voll. Für das Tandem ist zum Glück Platz genug. Und halbwegs pünktlich sind sie auch. Ostern kann kommen.


Zwei Personen auf einem roten Liegeradtandem fahren über einen Platz vor dem großen Hashtag-Schriftzug #DUISBURG
Rundkurs completed


Route Dortmund - Duisburg - Dortmund



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Duisburg - Dortmund - Duisburg (30.3.-4.4.2026)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. zum Download als Excel-Tabelle Excel-Logo

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 30.3.2026 Duisburg Mülheim - Essen Hattingen 63
2. 31.3.2026 Hattingen Witten - Hagen - Schwerte Holzwickede 63
3. 1.4.2026 Holzwickede Unna - Kamen - Bergkamen - Lünen - Waltrop Dortmund 72
4. 2.4.2026 Dortmund 44
5. 3.4.2026 Dortmund Waltrop - Herne - Gelsenkirchen Essen 65
6. 4.4.2026 Essen Bottrop - Oberhausen Duisburg 40
Summe 347

Mehrere Fahrräder mit Packtaschen stehen an einem Fahrradständer unter Bäumen
Die Rest-Räder am letzten Tag


Anschluss Tour 135: Bremen - Verdun (3297 km) Mai-Juli 2025

Anschluss Tour 134: Essen - Rottenburg (1039 km) Mai 2025

Anschluss Tour 127: Extensions Saarschleife - Wasserkuppe (3619 km) Mai-Juli 2024

Anschluss Tour 126: Saarschleife - Wasserkuppe (3047 km) Feb.-Mai 2024

Anschluss Tour 112: Essen - Sieg - Worms (716 km) Dez. 2021/Juli 2022

Anschluss Tour 89: Duisburg - Ostende - Saar (772 km) Okt. 2017

Anschluss Tour 87: Mainz - Münster (400 km) Juni 2017

Anschluss Tour 72: Mainz - Emmerich (416 km) Mai 2015

Anschluss Tour 69: Mainz - Plettenberg (444 km) Juni 2014

Anschluss Tour 64: Essen - Borkum (980 km) April/Mai 2013

Anschluss Tour 3: Essen - Zagreb (1680 km) März/April 1983

Anschluss Tour 1: Essen - Trier (422 km) Okt. 1981


Nächste Tour: Que sera

Vorherige Tour: Kigali - Durban (5310 km) Dez. 2025/Jan. 2026


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