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VG WORTTour 138: Duisburg - Dortmund - Duisburg (347 km)



Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht

Tour 138: Duisburg - Dortmund - Duisburg (30.3-4.4.2026) 347 km
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Montag, 30. März 2026: Mainz - Zug - Duisburg - Mülheim - Essen - Hattingen (63 km)

Helena bringt jede Menge Brötchen zum Frühstück mit Christoph glaubt, er würde ein Quer durchs Land Ticket mit fünf Fahrradplätzen erwerben, jedenfalls sind wir pünktlich auf dem Bahnsteig. Als der Zug einfahren soll, wechselt die Anzeige: Zug fährt nicht von Gleis zwei, sondern von Gleis elf. Also alle Mann beziehungsweise Frau mit der Rolltreppe rauf und wieder runter. Mit Ach und Krach passt es Tandem in den Fahrradstellplatz. Zwischen Koblenz und Köln Deutz können wir überall umsteigen. Wir entscheiden uns für Köln Hauptbahnhof. Dank der Verspätung hat sich die Umsteigezeit auf angenehme 5 Minuten reduziert. Jetzt haben wir etwas mehr Platz für das Tandem. Allerdings haben wir auch diesmal kein Fahrrad Ticket, obwohl es den Anschein hatte. Doch anders als im letzten Jahr drückt er Schaffner vier Augen zu.





Gruppenfoto vor dem Duisburg Schriftzug in maritimen, blau. Durch den Innenhafen und unter ziemlich vielen Autobahnen hindurch etablieren wir uns auf dem Ruhrtalradweg. Der Wind ist recht kräftig, aber eher in unserem Rücken. Etwas bedrohliche dunkle Wolken ziehen auf. Am Aquarius von Mühlheim, einem alten Wasserturm, umgebaut zu einer Besucher. Attraktion, die Montag geschlossen ist, erste Pause. Deren Ende wird vom ersten kleinen Schauer markiert. Bei der nächsten Pause steht der Schauer am Anfang. Al Ponte, das Brückencafé in Kettwig ist das Eiscafé unserer Wahl. Hat uns Melina mit Wissen über Duisburg erfreut, so generiert Helena 45 Sekunden, Wissenswertes über die Villa Hügel in Essen am Baldeneysee. Dessen Ende trennen sich vorübergehend unsere Wege. Helena und ich erklimmen die Höhen von Burgaltendorf. Wir besuchen meine Mutter. Und bringen die Türklingel wieder in Gang mit einer neuen Batterie. Danach geht es wieder ins Ruhrtal. Überraschenderweise sind wir die ersten am Quartier direkt an der Ruhr in Hattingen





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Dienstag, 31. März 2026: Hattingen - Witten - Hagen - Schwerte - Holzwickede (63 km)

Helena ist als erste wach. Die Gruppe ist noch eher im Winterzeit-Modus. Dann stürzt sich Miri, abgesichert durch Rebeccas Begleitung, in die stark strömende Ruhr. Bevor Kaffee, Milch, Haferdrink am Frühstückstisch strömen. Dazu gibt’s original selbst gebackenes Brot von Jochen. Das optimal zu schneiden gelingt natürlich nur Helena.
Die steuert heute zunächst auch das Tandem. Das Wetter enttäuscht heute ein bisschen durch fehlenden Hagel. Durch eine Baustelle hindurch finden wir noch zu einer Fahrradfähre über die Ruhr. Obwohl uns ChatGPT in jugendlichem Stil auf die Henrichshütte eingerockt hat („Bämm!“), entscheiden wir uns stattdessen für eine Besichtigung der Zeche Nachtigall bei Witten. Die Stollenführung ist ausgebucht. Stattdessen führt uns Helena durch Maschinenraum und Museumsausstellung. Gegenüber vom Sandsteinbruch pausieren wir noch in der Sonne vor der Sandsteinfassade auf der Bank und praktischen Klappstühlen. Die Haferkekse werden etwas ungleich aufgeteilt.






Jetzt wollen wir mal 30 Kilometer am Stück radeln. Hätten wir auch locker geschafft, wenn nicht doch dieser eine Schauer gewesen wäre, der uns unter eine der vielen Autobahnbrücken getackert hätte. An diesem romantischsten aller Plätze des Tages wechselt Rebecca nach im Handumdrehen fast sämtliche Kleidungsstücke. Schon erreichen wir die Rohrmeisterei von Schwerte. Allerdings ein Totalausfall, weil geschlossen. Hier rettet uns Eiscafé Venezia in der City. Drei Mädchen entscheiden sich unisono für Erdbeer-Nutella-Crèpes. Drei Erziehungen, ein Ergebnis. Während die ältere Dame draußen im Regen unseren Rädern und Gepäcktaschen was von ewiger Liebe vorgeigt.
Rund 80 Höhemmeter trennen uns noch vom Ziel Holzwickede. Auf dem höchsten Punkt überrascht uns noch die Emscherquelle. Gut dass die Lebensversicherung nichts vom Zustand des Holzwegs weiß, der dort hinführt.
Die heutige Ferienwohnung besticht durch Größe und eine Waschmaschine.






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Mittwoch, 1. April 2026: Holzwickede - Unna - Kamen - Bergkamen - Lünen - Waltrop - Dortmund (71 km)

Beim Bäcker bedient uns der ältere Mann mit Hemd und roter Fliege. Minuten später können wir Carolin am Bahnhof „Holzwickede Flughafen Dortmund“ begrüßen. Es ist 3° kalt, aber recht sonnig.
Carolin steuerte direkt das Tandem, während Miri das StudentinnenRad aus Münster versucht durch die Gegend zu bugsieren. Traditionell gibt es nach 10,12 km das erste Industrie. Kulturelle Highlight. In dem Fall die Lindenbrauerei von Unna. Heutzutage ergänzt durch das Zentrum für Lichtinstallationen. Die Homepage hat mir den Eindruck vermittelt, man könne da einfach auch wie durch ein Museum hindurch gehen. Aber auch hier scheitern wir wieder an Gruppenführungen, die ersten weiter Ferne und dazu noch relativ ausgebucht sind. Also geht’s weiter auf dem Klöckner Eisenbahnradweg Richtung Norden.
An Carmen und Bergkamen vorbei, erreichen wir den Datteln Hamm Kanal. Die Marina Rüthe, ein Yachthafen, drängt sich für eine Pause auf. Sogar eine Touristeninformation gibt es hier. Und eine Fahrradstation. Die nutze ich, um an Karos Rad den minimalen Reifendruck etwas aufzupeppen. Als ich zur Bank zurück radle, auf der die anderen pausieren, platzt, direkt vor allen der hintere Reifen. Bald stellt sich heraus: der Mantel ist heil geblieben, im Schlauch ist ein riesiges Loch, aber von der Felge hat sich auf einer Seite etwa ein Fünftel des Randes gelöst. Sah am Anfang aus wie ein Teil vom Mantel.









Miri opfert sich und schiebt das Rad zur nächsten Bushaltestelle. Auf ihrem Weg nach Dortmund entdeckt sie an der Radstation von Werne ein gebrauchtes Rad, dass sie kaufen kann. Wir erklimmen unterdessen die Halde XYZ. Caro und ich beg sich mit der halben Höhe. Die drei Mädels schaffen es bis on top of the Pop.
Setzt von halber Höhe hat man einen tollen Blick bei nach wie vor reichlich Sonnenschein und klarer Luft. Ich habe gerade konstatiert, dass nun genug passiert ist für heute, als Melina sich den Finger schneidet an den groben blauen Glasstücken, wie hier als Mauer fungieren. Helena hat ein erste Hilfe Set am Start. Und verarztet Melina.
Pause am Café Seepark von Lünen. Das Trinkgeld muss man hier schon bei der Bestellung mit dem Handy mitliefern. Entsprechend begrenzt ist der Service, als iced. Matcha, Latte, eine Cola und ein Stück Apfelkuchen uns. Karamell-und Kokossirup sind. Schnell konsumiert, bevor nur noch bitteres Matcha zwischen den Eiswürfeln dahin schwappt. Außer bei Melina, die alles ordentlich um rührt.
Bei Post Wolf ergattert Helena noch zwei Briefmarken für Postkarten. Vom Datteln Hamm Kanal geht es an der Zeche Waltrop vorbei, wo Rebecca Tandem das Licht der Welt erblickte, in den Hase Schalt Werken mit leider geschlossenem Showroom, zum Dortmund Emskanal.
Melina strampelt mit Rebecca erfolgreich auf dem Tandem. Auch eine abgesperrte Baustelle kann uns natürlich nicht aufhalten. Der Radweg bringt uns fast an den Dortmunder Hauptbahnhof. Dort soll Hannah gerade aussteigen. Der Zug ist aber schneller als die Bahn App. Während Caro und Rebecca vergeblich auf dem Bahnsteig suchen, trifft Hannah Melina in Rossmann Express. Der Rest ist Hans im Glück. Mit vier Aperitif, Rosé, vier Bürgern, und jeder Menge Pommes Klassik.







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Gründonnerstag, 2. April 2026: Dortmund: City - Zeche Zollern - Rheinischer Esel - Westfalenhalle - City (44 km)

Verheißungsvolle Sonne am Morgen. Hannah leiht sich ein Rad an der Radstation im Hauptbahnhof. Helena organisiert Brötchen. Caro und Christoph bauen noch ein bisschen an Caros neuem und altem Rad herum. Frühstück also nicht ganz so früh. Ebenso der Tour Start. Heute eine Rundtour. Wir bleiben in unserem Quartier. Also weniger Gepäck für alle.
Diesmal sitzt Hannah auf dem Tandem mit Rebecca. Sieben Leute auf sechs Rädern ist schon eine etwas größere Nummer. Die Tour verspricht uns den Weg der Kohle zu verfolgen. Unsere erste Station die Kokerei Hansa. Im nächsten Jahr soll sie ganz groß rauskommen bei der internationalen Garten Ausstellung (IGA). Dafür wird noch viel gebaut und deshalb können wir in viele Bereichen nicht hin. Aber die Dimensionen sind einfach beeindruckend.




Leider nicht ganz so beeindruckend die Wette Entwicklung es ist doch recht bedeckt und nicht wesentlich wärmer als gestern. 10 km weiter kommen wir zur angeblich schönsten Zechenanlage des Ruhrgebiets: Zeche Zollern. Das Ensemble der Hallen und Türme wirkt wirklich sehr harmonisch. Und wieder erfahren wir einiges Neues über das Leben der Bergarbeiter. Auch Frauen waren dabei. Die größte Freude löst allerdings die Gastronomie im Pferdestall aus. Auch Koffein wird von einigen Teilnehmer innen dringend benötigt.
Heute sind Süßkartoffel Pommes gefragt. Und alles in allem macht uns wieder radel fertig. Miles GPX Daten lotst Christoph den Bandwurm aus Rädern quer durch den Dortmunder Westen nach Süden. Irgendwie kommen wir dann doch noch auf die ersehnte rheinische Esel Bahnstrecke. Nur recht kurz dafür ist der Fahrbahnbelag für den Radverkehr extrem neu.
Das Wetter wird nicht besser und so ziehen wie auf der Hagener Straße zurück ins Dortmunder Stadtzentrum, vorbei am Westfalenstadion und Westfalenhalle. Doch noch ein bisschen Regen sind wir schon am Ziel.





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Karfreitag, 3. April 2026: Dortmund - Waltrop - Herne - Gelsenkirchen - Essen (65 km)

Heute ist Frühaufsteherinnen Tag. Hannahs Zug fährt um viertel vor neun. Das gemeinsame Frühstück beginnt 1 Stunde zuvor. Miri geht noch mit zum Bahnhof. Wir fahren hinaus aus der Stadt hinein gekommen sind, am Dortmund, Emskanal. Diesmal allerdings auf der westlichen Uferseite. Da kommt man auch problemlos bis zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Helena hat eine 45 sekündige Präsentation per KI vorbereitet. ein Ehepaar mit sehr altem Hund schwärmt von der Bootsfahrt auf den Kanälen. Von denen folgen wir nun dem Rhein Herne Kanal. Auch hier gibt es die eine oder andere Baustelle, die uns entweder zwingt Umleitungen zu ignorieren oder zu nehmen. eigenartigerweise eigenartigerweise führt der Radwege nicht über die pittoreske Brücke Sprung, sondern über die alte Autobrücke direkt daneben.
Von den Karfreitag Rasern bleiben wir verschont. Ganz im Gegenteil, es ist wenig Verkehr. Schließlich landen wir auf der Erzbahnradweg Trasse. Nun geht es Wind geschützt durch Gelsenkirchen und Essen. Mitten durch die Großstädte aber auf einer grünen Piste. Sogar eine große Pause. Station gibt es hier. Wir bekommen Leif Eindrücke von Ruhrgebiets Menschen und auch vom Ruhrgebiet Sound über YouTube. Glück auf!




Schneller als erwartet sind wir bei der Zeche Zollverein. So konnten Melina und Miri noch die ganze Etappe mit radeln. Doch jetzt geht’s wegen der ein oder anderen absehbare Zugverspätung direkt weiter zum Essen nach Hauptbahnhof. Reb Rebecca Helena und Chris dagegen beziehen des Quartier mit Blick auf die Zeche Zollverein, UNESCO Welterbe. Das Gelände ist weitläufig von Zeche und Kokerei, dass die drei auf den beiden Rädern noch fast 10 km zurücklegen. Zuletzt durch den Skulpturenpark. Zuvor gibt es Kuchen, Crêpe und Eis. Und den ein oder anderen Einblick in die riesigen Gebäude. Pizza Abschluss dann bei Mezzo Mezzo. Nicht zu vergessen der Rosé.




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Karsamstag, 4. April 2026: Essen - Bottrop - Oberhausen - Duisburg (40 km)

Der Netto ist hinterm Haus. Helena geht pünktlichst zur Öffnung um sieben Uhr. Und muss doch auf die zweite Backrunde warten. Samstagmorgen nach Feiertag. Rebecca versucht sich heute erstmals mit Click-Schuhen. Das Tandem gewinnt deutlich an Geschwindigkeit.
Auf der Bahntrasse der Erzbahn geht es zurück zum Rhein Herne Kanal. Unser Weg pendelt dann zwischen Kanal und kanalisierter Emscher und Drumherum. Einzelne Baustellen sind passierbar. Eine mit Tandem nicht so richtig. Wir müssen vom Deich runter durch dichtes Gras zum Leinpfad. Folge nasse Schuhe.





Direkt am Kanal erhebt sich das Gasometer von Oberhausen. Google Maps weiß nicht, dass man dort wunderbar über eine Radbrücke über den Kanal kommt. Helena und Rebecca erklimmen die Höhe mit dem Fahrstuhl mitten durch die Ausstellung Mythos Wald.
Letztes Highlight: der alte Hochofen im Duisburger Landschaftspark Nord. Es gibt eine große Kletterarea vom DAV. Aber die Zeichen stehen mehr auf Heimfahrt. Auf dem Grünpfad werden wir noch ein bisschen Richtung Ruhrmündung geleitet, bevor es über Brücken zurück zum Ausgangspunkt geht: Duisburg Hauptbahnhof.




Route Dortmund - Duisburg - Dortmund



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Duisburg - Dortmund - Duisburg (30.3.-4.4.2026)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. zum Download als Excel-Tabelle Excel-Logo

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 30.3.2026 Duishurg Mülheim - Essen Hattingen 63
2. 31.3.2026 Hattingen Witten - Hagen - Schwerte Holzwickede 63
3. 1.4.2026 Holzwickede Unna - Kamen - Bergkamen - Lünen - Waltrop Dortmund 72
4. 2.4.2026 Dortmund 44
5. 3.4.2026 Dortmund Waltrop - Herne - Gelsenkirchen Essen 65
6. 4.4.2026 Essen Bottrop - Oberhausen Duishurg 40
Summe 347



Anschluss Tour 135: Bremen - Verdun (3297 km) Mai-Juli 2025

Anschluss Tour 134: Essen - Rottenburg (1039 km) Mai 2025

Anschluss Tour 127: Extensions Saarschleife - Wasserkuppe (3619 km) Mai-Juli 2024

Anschluss Tour 126: Saarschleife - Wasserkuppe (3047 km) Feb.-Mai 2024

Anschluss Tour 112: Essen - Sieg - Worms (716 km) Dez. 2021/Juli 2022

Anschluss Tour 89: Duisburg - Ostende - Saar (772 km) Okt. 2017

Anschluss Tour 87: Mainz - Münster (400 km) Juni 2017

Anschluss Tour 72: Mainz - Emmerich (416 km) Mai 2015

Anschluss Tour 69: Mainz - Plettenberg (444 km) Juni 2014

Anschluss Tour 64: Essen - Borkum (980 km) April/Mai 2013

Anschluss Tour 3: Essen - Zagreb (1680 km) März/April 1983

Anschluss Tour 1: Essen - Trier (422 km) Okt. 1981


Nächste Tour: Que sera

Vorherige Tour: Kigali - Durban (5310 km) Dez. 2025/Jan. 2026


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