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VG WORTTour 142: Mainz - Leiden (1810 km)


Radler vor dem Monument sodomietenvervolging am Dom in Utrecht
In Utrecht

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht

Tour 142: Mainz - Leiden (30.5.-21.6.2026) 1810 km
Drei Wochen Stadtradeln und ein bisschen Meer

Ende Mai startet in diesem Jahr das Stadtradeln in Mainz. Nachdem es einige Jahre bei mir so nebenbei lief und ich eher gegen Ende meine Kilometer eingetragen habe, mache ich heuer zum dritten Mal eine größere Radtour daraus. Tracke all meine Strecken in und um Mainz, fahre morgens und abends mindestens einen kleineren Umweg zur oder von der Arbeit und versuche am Wochenende, weitere Ziele zu erreichen. Alle Routen sollen am Ende miteinander verbunden sind. Nach 1680 Kilometern in 21 Tagen (also genau 80 Kilometern am Tag) im vergangenen Jahr nehme ich mir diesmal nur 50 Tageskilometer vor. Am Ende trage ich 1451 Kilometer zum Ergebnis meines Betriebsteams bei und mit dem anschließenden Wochenende hebe ich den Tagesdurchschnitt noch auf 79 Kilometer. Da ist aber schon eine Hitzewelle mit Rekordwerten gestartet. Während in den Wochen zuvor meist angenehmestes Radwetter herrscht. Sodass ich zwar bis zur Nordsee komme, aber nicht hinein.

Start beim StadtradelnLauschig
Samstag, 30. Mai 2026: Mainz - Wiesbaden - Gustavsburg - Mainz (53 km)

Schon am frühen Morgen Platz 1 im ZDF-Team mit einem einzigen Kilometer. Ein Frühstart zum Supermarkt macht's möglich.
Am Abend dann noch ein Shoppinganlass. Der führt mich zu Kaufland an der Rheinallee. Von dort geht's auf die Ingelheimer Aue. Ich radle systematisch kreuz und quer jeden Meter, der öffentlich halbwegs zugänglich ist. Komme so zu Kraftwerk, Papierfabrik, Schott, Erdal aber auch zum Polizei-Sporterein und vielen lauschigen Flecken direkt am Rhein.


Container mit Frauenkopf bemalt
Container im Mainzer Zollhafen


Mann mit Glas Über die gestufte Eisenbahnbrücke geht's dann noch auf die andere Rheinseite. An der Theodor-Heuss-Brücke wird getanzt. Einsam dagegen die Fahrt zur Weisenauer Brücke.
Wo verläuft oder verlief die Grenze zwischen Gustavsburg und Ginsheim? Vermutlich jenseits der Autobahnbrücke. Also heute kein touch down in Ginsheim.
Das Champions-League-Finale endet mit Elfmeterschießen. Das genieße ich zur Riesling-Schorle im Mole Biergarten am Winterhafen.
Finale im Zollhafen, wo ich ebenfalls alle zugänglichen Wege beradle.
Fazit am späten Abend des ersten Tages: Platz 3 im ZDF-Team.


Hafen mit kleinen Yachten
Zollhafen


Dreiklang-Kreisel: vor dem Schwimmbad rheinwelle bei Gau-AlgesheimSieht gut aus
Sonntag, 31. Mai 2026: Mainz - Ingelheim - Gaulsheim - Frei-Weinheim - Mainz (58 km)

Afternoon-Cycling zwischen Gewittern nach Bingen-Gaulsheim. Hin auf der 'Pendlerroute' über Ingelheim, zurück via Frei-Weinheim alias "Ingelheim-Nord" am Rhein. Diese beiden Orte werde ich in diesem Jahr am Ende besonders oft beradelt haben.
Mit Flussbad in Heidenfahrt. Heute ziemlich leer. Wenig Strömung.


Ehepaar lässt sich den Fluss hinabtreiben
Treibende im Rhein


Jogger mit deutschem Kroos-Trikot Abendliches Highlight: WM-Vorbereitungsspiel Deutschland gegen Finnland im Mainzer Stadion. 4:0. Sieht gut aus. Aber ich vergesse ein Stück Hinfahrt zu Tracken fürs Stadtradeln. Muss mich noch dran gewöhnen.


Mainzer Stadion innen bei Länderspiel
Deutschland gegen Finnland


InnenhofSchriftzug-Versuch
Montag, 1. Juni 2026: Mainz - Ingelheim - Frei-Weinheim - Mainz (61 km)

Morning in the City. Ich erledige ein paar Dinge in der Stadt und habe dabei einen Premium-Blick auf den Dom aus besonderer Perspektive. Und wage einen Blick in den Innenhof meiner alten Studentenbleibe in der Walpodenstraße. Angenehm sonnig frisch ist es heute.


Dachbepflanzung und Dom
Ungewöhnlicher Blick in Mainz


Screenshot Tracking beim Buchstaben-Radeln Auf dem morgendlich noch nicht sooo vollen Parkplatz vor dem Gutenberg-Center versuche ich das D und das F des Schriftzugs 'ZDF' zu radeln. Für das Z ist der Parkplatz schon zu voll. Aber das Ganze wirkt schon vielversprechend.
After-Work-mäßig geht es heuer wieder Richtung Ingelheim. Der dortige Baumarkt schließt allerdings schon um 19 Uhr. Gut. Dann brauche ich da gar nicht erst hin.
Von Frei-Weinheim aus geht es nun direkt am Rhein entlang zurück. Die Selzmündung ist unverändert unattraktiv. Ansonsten zieht sich ein kleiner Zaun am Strand entlang. Kampf gegen die Schweinepest. Hin und wieder unterbrochen von einem Cattle Grid oder Ähnlichem.


Selzmündung bei Frei-Weinheim
Betonmündung für die Selz

Sonnenaufgang über dem Taunus
Nordosten: Sonnenaufgang im Sommer


Fahrradlenker und FahnenMohn-Marzipan
Dienstag, 2. Juni 2026: Mainz - Wiesbaden - Gustavsburg - Mainz (53 km)

Das early bird sieht den Sonnenaufgang. Aber dann braucht der sowieso verspätete Mohn-Marzipan-Geburstagskuchen 100 statt 40 Minuten im Backofen. So also eher ein Spätstart.
Mittagspause wieder auf dem Sendegelände. Eine Regenpause. Die mit Sonne endet.
Auf dem Heimweg werde ich ein bisschen nass und später am Abend noch einmal, als es von der Eisenbahnbrücke zurück Richtung Mainzer Zentrum geht. Egal. Am Ende des Tages sind von mir 222,2 km in vier Tagen Stadtradeln in der App dokumentiert. Die mich auf Platz 1 katapultiert haben.


Schiersteiner Brücke  von unten mit Beleuchtung
Abendstimmung an der Schiersteiner Brücke


Rhein-Kilometer 534Abregen
Mittwoch, 3. Juni 2026: Mainz - Ingelheim - Bingen - Oberwesel - Zug - Düsseldorf (62 km)

Heiter auf den Lerchenberg. Nach ein bisschen Arbeit zum Abregen ein paar Kilometer im Kreis auf dem Lerchenberg. Und nach der Arbeit über den Lerchenberg runter nach Ingelheim.
Der Westwind hat ein bisschen was dagegen. Auch in der Ebene Richtung Bingen. Aber dann bin ich im Rheintal.
Die Zugverbindungen nach Düsseldorf erlauben es, dass ich noch bis Oberwesel radle.
Der Rest ist Verspätung. Aber kurz vor Mitternacht bin ich im bewährten Hauptbahnhof-Hotel in Düsseldorf.


Alte Kilometer-Markierung  für  Cöln, Coblenz, Mainz
Meilenweit

Zehnerturm in Oberwesel
Zehnerturm vor dem Bahnhof in Obewrwesel


Schild: MaasrouteMaasradweg, Maasdünen und der Radschnellweg
Donnerstag, 4. Juni 2026, Fronleichnam: Düsseldorf - Zug - Heinsberg - Grenze Deutschland/Niederlande - Roermond - Venlo - Nimwegen (119 km)

Auch heute Morgen brillieren die Züge mit der aktuellen Mindestverspätung der Deutschen Bahn von ein paar Minuten. Trotz Feiertag.
Um viertel vor neun bin ich in Heinsberg, um mir bei Brigitte und Bernd ein neues Rad anzuschauen. Kleinanzeigen machen es möglich. Einen exzellenten Cappuccino gibt es auch noch. Testfahrt auf den Kirchberg von Sankt Gangolf, wo sich Vorbereitungen für die Fronleichnamsprozession abzeichnen.
Das Idworx ist erwartet gut. Mitnehmen kann ich es nicht. Auf der Rückreise könnte ich es nicht im Zug unterbringen. Alle Radstellplätze in den Zügen sind reserviert. Deshalb bleibt es noch ein paar Tage hier. Ich radle weiter mit dem weißen Eden-Faltrad.
Gestern hatte ich noch überlegt, wegen des sehr starken Südwestwinds mit noch stärkeren Böen mit dem Zug an die belgische Küste nach Brügge zu fahren und mich von dort vom Wind an der Küste entlang treiben zu lassen. Bei genauer Betrachtung heute Morgen stellt sich heraus, dass ich mir die mehrstündige Zugfahrt sparen kann. Denn wenn ich hier rüber nach in die Niederlande radle und dann zunächst an der Maas entlang, habe ich eigentlich halbwegs Rückenwind. Zumindest so viel, dass die Zugfahrt länger dauern würde.
Genauso ist es. Roermond hat eine Christoffelkathedraal zu bieten. Leider wird sie erst nachmittags geöffnet. Es ist ziemlich frisch, aber noch trocken. Man kann draußen im Café sitzen bei Chai Latte.
Der Maas-Radweg war uns vor sechs Jahren bei der Tour durch Frankreich, Belgien und die Niederlande in diesem Teil zu abwegig. Die Hauptstraße nach Venlo hat einen guten Radweg. Nehme ich den. Überraschend bin ich werde ich nun begrüßt vom Stadtschild von Steyl, mir bekannt vor allem durch die 'Steyler Missionare', die Societas Verbi Divini, die Gesellschaft des Göttlichen Wortes. Vor sechs Jahren hatte ich den Ort auf der Karte gar nicht wahrgenommen und wir haben es dadurch auf der andern Seite des Flusses einfach verpasst. Diesmal aber sehe ich das Denkmal des Ordensgründers Arnold Janssen und das Missionsmuseum. Zumindest von außen.


Denkmal für die Societas Verbi Divini  in Steyl
Steyl: Missionars-Denkmal


Brücke im Stadshaven von  Venlo Hinter Venlo erste Regenpause an einer Tankstelle. Kurz hinter einer Wasserburg, Kasteel Arcen, die heute als Besuchermagnet dient - selbst bei diesem regnerischen Wetter. Nächste Woche ist Rosenfest.
Dann kommt wieder die Sonne raus. Die Maasdünen werden vielfach ausgeschildert. Aber was man sich so unter Dünen vorstellt, bekomme ich nicht zu sehen. Zwei-, dreimal weiche ich von der Straße ab. Es gibt Kiefern. Es gibt sonnige Wege. Es gibt kleine Anhöhen, aber ich sehe niemals freien Sand.
Zweite Pause beim Lidl von Nieuw-Bergen, jetzt auch mit kräftig Gewitter. Danach ist wieder alles gut. Ich bleibe auch jetzt weitgehend auf dem Fahrradweg an der Nationalstraße 271.
Mehr zufällig entdecke ich, dass ich eine Fahrrad-Schnellstraße befahren kann. In Cuijk beginnt die Strecke. Obwohl ich durch den Ort radle, verpasse ich den Einstieg. Also stoße ich auf die Schnellstrecke erst bei der großen neuen Rad- und Fußgängerbrücke, der 12 Millionen Euro teuren 'Maasover'.
Auf Dauer ist die Schnellstrecke eigentlich nur ein asphaltierten Waldweg, der halt ein bisschen anständig breit ist. Hier und da haben die Fahrräder Vorfahrt. Spektakulär ist das nicht. Und der Radschnellweg verliert sich, als ich nach Nimwegen hineinkomme.
Kurz vor der Altstadt ereilt mich der dritte heftige Regenschauer. Wieder muss ich mich nur kurze Zeit unterstellen. Zeit, ein bisschen Unterkünfte zu recherchieren. Die Niederlande sind vergleichsweise teuer für uns geworden. Am Ende finde ich in der Altstadt ein sehr schönes Zimmerchen. Das ich zum sehr hohen booking-com-Preis buchen muss.
Ich komme noch mit einem jungen deutschen Radler ins Gespräch. Er ist mit neuer Topausrüstung von Frankfurt hierhin geradelt und sucht noch einen Zeltplatz. Er fragt mich, ob man einen Schlauch auch selber flicken kann. Er hat dafür eine Versicherung abgeschlossen. Die hat er auch schon in Anspruch genommen: mit Reparatur, Abtransport und Übernachtung.


Radler verlässt Kasteel Arcen
Kasteel Arcen im Regen

Blumengeschmücktes Rad am Wassergraben von Kasteel Arcen
Wassergraben mit Fontäne

Geklapptes Faltrad in den Maasdünen
Keine Sonne in den Maasdünen

Nimwegen: Denkmal auf dem Grote Markt
Grote Markt von Nimwegen

Nijmegen: Fahrradreihe im Gegenlicht der Abendsonne
Phalanx der Fahrradparker


Brompton-Tasche mit Brompton-Regenhülle auf stehendem FaltradAm Altrhein zum Meer
Freitag, 5. Juni 2026: Nimwegen - Utrecht - Leiden - Katwijk - Leiden (151 km)

Komoot und GoogleMaps stimmen ausnahmsweise mal überein beim Weg von Nimwegen über Utrecht nach Leiden, obwohl da weit und breit kein gängiger Radweg ist. Auf der 'Lange Hezelstraat' direkt vor dem Hotel geht es am südlichen Waalufer nach Westen. Von dort kommt auch heute der Wind, allerdings nicht so stark wie gestern. Wolken bringt er allerdings auch mit sich. Und auf der nördlichen Seite der Waal suche ich auch bald Unterschlupf in einer Garage um den ersten Schauer abzuwarten. Der zweite Schauer ereilt mich mal wieder beim Shoppen. Diesmal im Jumbo-Supermarkt von Doorn.
Schon vor Utrecht sehe ich Schilder zum Utrecht Science Park. Aber ich reagiere nicht. Eigentlich hätte er so gut wie auf dem Weg gelegen. Einige interessante architektonische Werke entgehen mir so.
Aber Utrecht ist natürlich sowieso klasse. Die Grachten. Es ist noch immer nicht übermäßig warm. So radel ich bald weiter. Nun also nach Leiden.
Überraschung: die Strecke führt am Altrhein (Oude Rijn) entlang. Sehr klein im Vergleich zum großen Rhein. Sehr schmal auch der Radweg, sofern er überhaupt direkt am Ufer entlang führt. Aber umso romantischer. Vor allem die vielen schönen Häuser direkt am Wasser.


Fatbike in Holland
Auf fetten Rädern unterwegs

Grachten in Utrecht
Utrecht...

Utrecht am Hauptbahnhof
...kann auch modern


Oude Rijn: Kilometer 28,6 Und das schönste überhaupt: Leiden. Was für eine schöne Stadt. Jetzt ist auch das Wetter schöner. Sonniger. Wärmer. Ich gurke ein bisschen durch die City. Im Fletcher Hotel am Hauptbahnhof würde ich gerne übernachten. Fahre mit dem Aufzug zur Rezeption in die zwölfte Etage. Sie haben freie Zimmer, aber ich kann sie nur online oder über die Hotline buchen. Dafür bin ich zu erschöpft.
Also weiter. Es gibt noch am Stadtrand Richtung Meer ein Hotel. Auch hier muss ich letztlich online über booking.com buchen, weil sonst der Preis noch schlechter ist. Astronomische Hotelpreise. Fast so wie gestern, aber längst nicht so schön wie in Nimwegen.
Der Restweg zu Patenkind und Exmitradlerin Anna und ihrer Familie ist ganz kurz. Seit dem Start meiner Andentour in Buenos Aires vor über drei Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen. Ich bekomme noch Jazmin und Rosario Sekunden von dem Zubettgehen zu sehen. Und kann mit Anna wunderbar spazieren in ihrer schönen Umgebung in Valkenburg.
Zu guter Letzt radle ich noch die fünf Kilometer zum Meer. Genau pünktlich, um den Sonnenuntergang zu erleben. Am Ende sind es 151 km auf dem Brompton an einem wunder-wunderschöner Tag.


Wasserstraße in Leiden
Leiden...

Bar Daafs Mann
... mit Bar...

Wasserstraße in Leiden in Sonne und  Schatten
...und vielen Wasserstraßen

Sonnenuntergang durchs Hinterrad vom Faltrad
Katwijk: Sonnenuntergang


Frau auf E-Hollandrad mit Kind auf GepäckträgerMal wieder müde am Ruhetag
Samstag, 6. Juni 2026: Leiden - Katwijk - Leiden (32 km)

Noch vor dem Frühstück bei Anna bin ich schon wieder am Meer. Wieder in Katwijk. Auf einer anderen Strecke, aber es fehlt die Sonne vom Sonnenuntergang gestern Abend.


Gruppenfoto am Strand
On the Beach ohne Strandwetter


Kleiner Kanal  mit Trauerweide Dann ein sehr schöner Tag mit Anna, Jasmin, Rosa und Martin in und um Valkenburg von Zuid-Holland. Allerdings bin ich ziemlich müde. Typischer Fall von Ruhetag. Ab und zu brauche ich Schlaf, nicht mal das WM-Testspiel Deutschland gegen USA schaue ich bis zum Ende.


Luftballons in holländischen Nationalfarben im Supermarkt
WM-Fieber in Zuid-Holland


Restaurant Limes aan den RijnLimes und die Grenzen der Bahn
Sonntag, 7. Juni 2026: Leiden - Katwijk - Leiden (25 km) - Zug - Utrecht (15 km) - Zug - Frankfurt-Flughafen - Mainz (40 km) (Summe 80 km)

Trüber Sonntagmorgen. Von dem Frühstück radle ich ein bisschen nach Westen raus Richtung Den Haag. Schon bin ich auf einem der beiden Schnellwege, die die beiden Städte verbinden.
Auf Rückweg zum Frühstück bei Anna und ihrer Familie entdecke ich den Neubau eines Fahrradschnellwegs von der Küste nach Leiden. Hier wird sogar ein Mittelstreifen eingeplant.
Der Rhein markierte hier lange die Grenze des Römischen Reiches zu Germanien. Hier an der Küste begann der Niedergermanische Limes, der sich bis Niederbreisig zog, wo auf der gegenüberliegenden Rheinseite der Obergermanische Limes begann. An vielen Stellen wird hier daran erinnert.
Mit Anna und den beiden Mädchen geht’s noch zum 'Valkenburgse Meer', nach niederländische Lesart also ein See . Es ist ein bisschen windig und frisch und dadurch auch nicht außerordentlich warm. Auf einem Spielplatz, den man mit seinen Holzpfählen und Holzinstallationen eher als Geschicklichkeitsparcour bezeichnen könnte, haben wir trotzdem noch viel Spaß. Dann trennen sich unsere Wege.
Ich bin etwas früher in Utrecht als geplant. Habe noch eine Stunde Zeit. So komme ich doch noch zum Science Park im Osten der Stadt. Und kann ein paar interessante, moderne Gebäude betrachten.


Radlerin mit zwei Kindern von hinten
Rolling home

Radwegbau in den Niederlanden mit Mittelstreifen
Mit Mittelstreifen: Radschnellweg im Bau

Mann steigt durch Holzpfähle
Chris on the Spielplatz

Vorplatz Utrecht Centraal
Vor dem Bahnhof Utrecht Centraal

Hochhaus bunt quer gestreift im Utrecht Science Park
Utrecht Science Park

Utrecht: Radweg mit Regenbogenbemalung
Regenbogen-Radweg

Utrecht Science Park: David de Wiedgebouw
Überall interessante Architektur

Utrecht Science Park: Minnaertgebouw
Minnaert-Bau

Utrecht Science Park: Educatorium
Educatorium von Rem Kohlhaas


Doppelt gemoppelt: neue kontaktlose Klospülung im ICE Der ICE zum Frankfurter Flughafen ist zwar theoretisch durchgehend, aber auch durchgehend komplett überfüllt. Vor Arnheim droht der Schaffner per Ansage mit der Zwangsräumung des Zuges wegen Überfüllung. Er bittet in drei Sprachen darum, am nächsten Bahnhof einen Regionalexpress statt des ICE zu nehmen, der einen zumindest bis Düsseldorf bringen würde. Selbst im Fahrradabteil, in dem es keinen einzigen Sitz gibt, sitzen rund zehn Leute auf dem Boden. Unter anderen: ich.
Offenbar bin ich in einem ICE der neusten Generation. Dort gibt es jetzt touchless Toilettenspülung. Da die Bahn aber wohl der Touchless-Spülung nicht so recht traut, ist die einerseits als solche erläutert (und merkwürdig übersetzt mit 'no touch flush' statt 'touchless flush') - andererseits ergänzt durch den bisherigen Toilettenspülung-Spülknopf.
Ein Oberleitungsschaden südlich von Düsseldorf zwingt den ICE zu einem Umweg über Langenfeld. Dort stehen wir rund eine Stunde aus einem andern Grund. Weil ich das ahnte, war ich drauf und dran in Düsseldorf auszusteigen und nach Köln zu radeln. Hätte ich mal. Ich hätte wohl den selben ICE noch in Köln erreicht. Denn als wir endlich dort sind, heißt es: das Zugpersonal ist sich uneinig, ob es noch weiter fahren kann. Deshalb wird empfohlen, einen anderen ICE zum Frankfurter Flughafen von einem andern Bahnsteig aus zu nehmen. Mit Ach und Krach erreiche ich den noch.
Mildes Sommerwetter dann auf dem Weg am Main vom Flughafen nach Hause.


ICE-Fahrradabteil
Sitzen zu Fuß des Fahrrads

Ölhafenbrücke in Raunheim
Rückweg vom Flughafen-Bahnhof

Gutenberg-Center: ZDF-Schriftzug-Track zwischen Essenheimer Straße und Haifa-Allee
Zweifellos ZDF


Abendstimmung bei düsteren  Wolken am RheinRheinruhe
Montag, 8. Juni 2026: Mainz - Gustavsburg - Wiesbaden - Mainz (59 km)

Ruhe am Rhein nach den langen Tagen an der Mündung. Immerhin klappt es diesmal am Morgen mit dem Abradeln des ZDF-Schriftzugs auf einem Parkplatz.


Kurz vor dem Sonnenuntergang
Sonnenuntergang fast im Norden


Mainz Zollhafen: Flösserhof innenAbrundung
Dienstag, 9. Juni 2026: Mainz - Frankfurt - Zug - Gustavsburg - Mainz (87 km)

Neue Einlagen wollen abgeholt werden. Also runter in die Stadt und noch mal kurz über den Rhein nach Gustavsburg. Dann der lange Anstieg zum Lerchenberg.
Mittags mal raus aus dem ZDF und zu den neuen Gebäuden und Straßenzügen gegenüber.


Haltestelle am Leibniz-Zentrum für Architektur in Mainz
Haltestelle als Ohrmuschel


Erich-Dombrowski-Straße in Mainz Mit dem Wind aus Westen im Rücken dann afterworkmäßig nach mal zum Flughafen. Zur Abrundung der Wegstrecke vom Sonntag vom Flughafen nach Mainz. Immerhin sonnig, wenn auch nicht so recht warm. Aber auch nicht kalt.


Nicht-asphaltierter Radweg mit Schatten vom Radler
Bei Flörsheim

Mainzer Skyline von  der Eisenbahnbrücke im Abendlicht
Mainz


Selztalradweg kurz vor StadeckenMatcha-Passion
Mittwoch, 10. Juni 2026: Mainz - Nieder-Olm - Ingelheim - Frei-Weinheim - Mainz (72 km)

Morgens kreuz und quer auf dem alten Kasernengeländer rund um unser Haus.
Ein sehr langer Tag in der Regie. Rund 50 Bildschirme um uns herum.
Dann raus nach Nieder-Olm und auf dem Selztalradweg nach Ingelheim. Ein paar Tropfen. Tolle Wolken-Licht-Kontraste.
In Frei-Weihheim bei 'vadirito' noch ein Matcha-Eis. Eine Passion seit unserer Japantour im vergangenen Jahr.
Dann am Rheinufer Richtungswechsel nach Mainz. Jetzt mit vollem Rückenwind.


Selztal-Radweg bei Elsheim
Ziwschen Stadecken-Elsheim und Schwabenheim

Zwei Kugeln Eis in  der Waffel  vor Blüten
Gleich kommt Matcha

Rhein-Radweg bei Uhlerborn
Rolling home


Villa in GonsenheimDoko-Donnerstag
Donnerstag, 11. Juni 2026: Mainz - Nieder-Olm - Friesenheim - Nierstein - Mainz (79 km)

Abenddoko zum WM-Beginn in Laubenheim. Gute Gelegenheit heute den Selztalradweg von Nieder-Olm Richtung Quelle zu radeln. Zumindest an Jordan‘s Untermühle vorbei bis zum Bahntrassenweg Richtung Rhein.
In und ab Nierstein unverändert die lästige Führung des Rheinradwegs kreuz und quer über die Höhe. Langsam muss ich kräftig in die Pedale treten um pünktlich da zu sein. In Laubenheim geht’s dann doch nicht so weit aufwärts. Dafür zur Heimfahrt am Rhein auch nicht so viel abwärts.


Rad vor Fachwerk-Tor
Jordan's Untermühle


Loreley düsterPatchwork-Radeln
Freitag, 12. Juni 2026: Mainz - Ingelheim - Zug - Oberwesel - Koblenz - Zug - Essen (77 km)

Wieder mit dem Eden-Faltrad ein Start in ein Reisewochenende. Wieder geht es nach der Arbeit über den Berg nach Ingelheim. Letzte Woche bin ich bis Oberwesel durchgeradelt. Das will ich fortsetzen und will dazu von Ingelheim nach Oberwesel den Zug nehmen. Wegen Verspätungen muss ich noch in Bingen umsteigen.
Der Zeitplan ist geschrumpft. Ich muss konsequent bis Koblenz durchstrampeln um dort den nächsten Zug zu bekommen. Der bleibt schon kurz hinter der Stadt für eine Dreiviertelstunde stehen. Der hintere Zugteil ist elektronisch nicht richtig verbunden. Schließlich muss der ganze Zug runtergefahren werden.
Später erscheint ein Umstieg in Düsseldorf statt Duisburg verlockend. Bringt letztendlich auch nix.
Kurz nach Mitternacht bin ich schließlich in Essen-Burgaltendorf. Bei der Nachtfahrt über die Ruhr spüre ich die vielen Wochenkilometer, die mich heute Abend über die Tausen-Kilometer-Marke beim Stadtradeln bringen. Die App erklärt mich damit zum*r 'Pedalprophet*in'. Und Wochensieger in der ZDF-Gruppe bin ich damit auch in der zweiten von drei Wochen.


Binnenschiff Amazone auf dem Rhein
Die 'Amazone' fährt rheinaufwärts

Auszeichnung 'Pedalprophet*in' beim Stadtradeln
Höchste Auszeichnung in der App erreicht

Faltrad ungefaltet im Nahverkehrszug
Rolling


Brompton am Geländer befestigtLost Place
Samstag, 13. Juni 2026: Essen - Hattingen - Bochum - Essen (62 km)

Morgendliche Kilometer auf der Ruhrhalbinsel. Kuchen-Mittagessen im Café Ruhrblick. Und am Nachmittag schließlich an der Ruhr nach Hattingen.
Ich habe bei der Karwochen-Tour in unserem Quartier ein paar Plastikbecher nach dem Spülen irrtümlich in den Schrank geräumt. Jetzt kann ich sie abholen. Lucky me.


Paddler auf der Ruhr bei Hattingen
Bootsspaß auf der Ruhr

Mann mit bunten Plastikbechern vor Fachwerkhaus
Lucky Chris

Fachwerkhäuser-Ensemble in Hattingen-Blankenstein
Blankenstein...

Burg Blankenstein  von unten, von vorner
...und seine Burg


Haus Kemnade: Fassade im  Innenhof Dann lege ich noch ein paar Ruhr-Kilometer drauf, erklimme sogar die Höhe von Burg Blankenstein, stürze hinunter zum Haus Kemnade und erklimme am Ende des Kemnader Stausees den Kalwes, wo ich zwei Jahre im Studienkolleg gelebt habe. Das wird gerade renoviert. Ich umgehe den Bauzaun und trete eine Zeitreise an.
Vieles ist in 44 Jahren unverändert geblieben. Meine beiden ehemaligen Zimmer werden jetzt jeweils mit dem Nachbarzimmer vereint, die Bar ist geschützt für zukünftige zünftige Abende, die Kapelle hat ein großes Grafitti bekommen. Wer hat schon alles an dem alten Ambo gestanden? Lost Place.


Mann vor Kasten mit RWE-Graffiti
#nurderrwe

Bierflasche in der Hand: Moritz Fiege Radler
Ein Radler für den Radler


Regattaturm am Baldeneysee Heimat
Sonntag, 14. Juni 2026: Essen - Zug - Mainz (55 km)

Auch heute ist es kühl - mit leichter Regendrohung. Ich umrunde vor dem Frühstück den Baldeneysee. Kann die verwaisten Fußgängerwege direkt am Ufer nutzen.
Die alte Eisenbahnbrücke bei Kupferdreh ist gesperrt. Sekunden vor acht Uhr bekomme ich schon Blumen an der Tanke von Kfz-Scheppein zurück in Burgaltendorf.


Ruhrbrücke in Essen-Kupferdreh
Über die Ruhr in Kupferdreh


Sonntagsgottesdienst in der  katholischen Kirche Herz Jesu in Essen-Burgaltendorf Gottesdienst in der alten Heimatgemeinde. Im Anschluss wird die Gemeinde informiert über die Pläne zum Umbau der Pfarrkirche mit Integration eines Pfarrheims. Da bin ich schon auf dem Weg Richtung Burgfreund.
Nach dem Geburtstagsmenü geht es auf Ruhrtal- und Bahntrassenradweg zum Hauptbahnhof. Das erste deutsche WM-Spiel ruft am Abend.


Bar Celona an der Ruhr
Brunch-Option ausgeschlagen: Bar Celona an der Ruhr


Sonnenaufgang im Sommer über dem TaunusSunrise
Montag, 15. Juni 2026: Mainz - Ingelheim - Frei-Weinheim - Mainz (54 km)

Tag für Tag werde ich früher wach. Heute vor Sonnenaufgang.
Nach dem Feierabend eine relaxte Tour zum Rhein. Die Sonne scheint, aber die Temperaturen sind noch kühl.


Rhein-Radweg im Sommer
Am Rhein


Rad vor WM-WerbungNiemand im Wasser
Dienstag, 16. Juni 2026: Mainz - Ingelheim - Frei-Weinheim - Mainz (65 km)

Morgenrunde durch die Stadt. Mittagsrunde zum SZ 2. Abendrunde wieder via Ingelheim - samt Friedhof - und Frei-Weinheim.
Das Matcha-Eis bei 'vadirito' ist innerhalb von sechs Tagen von 1,90 Euro pro Kugel auf 2,30 Euro raufgesetzt worden. Das sei nur der Einführungspreis gewesen, erklärt mir der Eismacher. Matcha-Eis sei sehr teuer in der Produktion. Ähnlich wie Dark Chocolate, bei dem er ausschließlich Kakao aus Südamerika verwende.


Feldweg im Gegenlicht
Bei Wackernheim


Grab in Ingelheim Es ist schon deutlich wärmer als gestern. Heiße Tage sollen bevorstehen.
Für ein Bad in Heidenfahrt kann ich mich noch nicht entscheiden. Es ist auch sonst niemand im Wasser und kaum jemand am Strand.


Roggenfelder
Blick Richtung Rheintal


Hinter Appel HappelBewährt
Mittwoch, 17. Juni 2026: Mainz - Nieder-Olm - Ingelheim - Frei-Weinheim - Mainz (69 km)

In der Mittagspause kurve ich zum oberen Ober-Olm. Und zurück in den WM-geschmückten Fernsehgarten.
Nach der Arbeit dann wie vor einer Woche nach Nieder-Olm und an der Selz bis zur Mündung bei Frei-Weinheim. Von dort bewährtermaßen am Rhein nach Mainz. Langsam wird es wieder richtig warm.


Feldweg zwischen Obstplantagen
In der Mittagspause

ZDF-Fernsehgarten während der WM 2026
WM-Fahnen im Fernsehgarten

Sonnenuntergang über dem Rheingau
Sommer-Sonnenuntergang

Feldweg bei Ober-Olm
Zwischen Marienborn und Ober-Olm

Sonnenaufgang über dem Taunus
Sommer-Sonnenaufgang


Schaukeln und Rad im Zollhafen MainzLetzte Gelegenheit
Donnerstag, 18. Juni 2026: Mainz - Ginsheim-Gustavsburg - Mainz - Nieder-Olm - Ingelheim - Frei-Weinheim - Mainz (89 km)

Heute soll es seit langem mal wieder richtig heiß werden. Also früh aufs Rad. Über den Rhein bis nach Ginsheim.
Dort hat man Parkplätze am kleinen Hafen zu einem Fahrradweg umgewandelt. Nicht ohne auf ihm ein paar Bodenschwellen einzubauen.


Minthe-Kran im Zollhafen
Wieder ein neues Stück Zollhafen

Kanalisierter Bach mit Pappeln
Schwarzbach bei Ginsheim


Kirche St. Nikolaus in Frei-Weinheim Bei mehr als 30 Grad geht es nach der Arbeit zunächst auf der gleichen Route wie gestern nach Nieder-Olm, dann durchs Selztal bis Frei-Weinheim. Zurück nach Mainz am Rhein entlang. Endlich mit einem Bad im Rhein bei Heidenfahrt.
Es ist warm aber nicht drückend. So mache ich in Mainz noch ein paar extra-Kilometer fürs Stadtradeln. Heute für mich die letzte richtige Gelegenheit.


Rheinstrand bei Heidesheim
Heidenfahrt

Rhein-Radweg bei Mainz
Am Deich


Raupelsweg 5: Haus von außenFinale Stadtradeln
Freitag, 19. Juni 2026: Mainz - Gustavsburg - Mainz - Auto - Düsseldorf - Zug - Heinsberg (30 km)

Letzte Morgentour. Ähnlich wie gestern über die Weisenauer Brücke. Vorher noch Stippvisite bei unserer ehemaligen Wohnung im Raupelsweg. Gegenüber ist gebaut worden. Eine der wenigen Baulücken in der Neustadt.
Sara nimmt mich mit ihrem Auto von der Arbeit mit nach Düsseldorf. Dort beginnt für mich heute das Bahn-Chaos. Vorletzte Etappe: Unser Zug erreicht Lindern um 23:12 Uhr. Der kleine Verbindungszug nach Heinsberg, der nur als Zubringer fungier, ist aber trotzdem planmäßig um 23:11 Uhr abgefahren. Bedeutet: eine Stunde Warten.


Beton-Skulptur Haltestelle 'Stadtpark/LEIZA'
Haltestelle 'Liegende Göttin' bei Sonne


Ranking Teammitglieder Um Mitternacht, während ich auf dem Bahnsteig von Lindern auf den Anschlusszug nach Heinsberg warte, endet das Stadtradeln in Mainz - Initialzündung für diese Tour. Wie im Vorjahr habe ich in meiner Betriebsgruppe die meisten Kilometer radeln können.
Einer schiebt sich überraschend noch auf Platz fünf, der vorher kaum aufgetaucht ist. Er trägt ein paar hundert Kilometer per Hand nach. Hab ich auch mal gemacht, weil ich zu foul war, täglich die Entfernungen einzutragen. Inzwischen tracke ich meine Stadtradeln-Strecken nur noch mit der App.


Hotel von außen in Heinsberg
Das TIN-INN


Drei Menschen  und  ein Rad
Samstag, 20. Juni 2026: Heinsberg - Mönchengladach - Neuss - Düsseldorf - Essen - Wattenscheid (126 km)

Ein neuer Tag im schönen 'TIN-INN' von Heinsberg. Und ein neues gebrauchtes Fahrrad wartet auf mich bei Brigitte und Bernd. Fronleichnam habe ich es mir angeschaut und angezahlt. Heute kann ich es davonradeln. Wieder gibt es einen leckeren Cappuccino.
Dann geht es mit GoogleMaps querfeldein über Mönchengladbach und Neuss nach Düsseldorf.


Asphaltierter Feldweg
Rolling Richtung Ruhrgebiet

Radweg an Landstraße
Asphaltiert

Radler-Schatten
Handyhalter-Foto

Haus mit Deutschland-Fahnen
Leichte WM-Euphorie

Radweg im Wald mit Sonne
Im Wald


Westufer des Rheins bei Düsseldorf Nach kurzer schöner Pause geht es über den Rhein und auf andern Wegen als zuletzt um den Stadtkern von Ratingen herum zu Schloss Hugenpoet. In Kettwig versuche ich noch meine Tante mit Blumen zu beglücken.
Die Hitze ist nun im Zenit. Ich kühle mich ab im Baldeneysee. Und erwerbe später reichlich Getränke bei Aldi.
Am Abend geht es noch einmal über die Ruhr nach Wattenscheid. Deutschland spielt um 22 Uhr gegen die Elfenbeinküste. Und gewinnt.


Schloss mit Wassergraben
Schloss Hugenpoet

Fachwerkhäuser
Altes Kettwig

Logo 'Ihr ALDI Essen
Heimat

Ruhr: Radweg- und Eisenbahnbrücke im Abendlicht
Auf dem Weg nach Wattenscheid


Im Schulenbergtunnel: BahntrassenradwegDer längste Tag des Jahres
Sonntag, 21. Juni 2026: Wattenscheid - Essen - Wuppertal - Opladen - Köln - Bonn - Koblenz - Zug - Mainz (217 km)

Als das Spiel um Mitternacht Geschichte ist, mache ich mich auf Heimweg zum Elternhaus. Von dort starte ich am Morgen auf eine neu entdeckte Strecke. Der Bergische Panorama-Radweg führt durchs (Nieder)Bergische und Oberbergische Land im ehemaligen Herzogtum Berg nörlich und südlich der Wupper. Zunächst geht es auf einer alten Bahntrasse von Hattingen über Sprockhövel nach Wuppertal. Die Tunnel - wie der fast 800 Meter lange Tunnel Schee - tun bei der Hitze besonders gut. Die 'Glückauftrasse' oder 'Kohlenbahntrasse' führt bis zum ehemaligen Bahnhof Wuppertal-Wichlinghausen.
Jetzt geht es ein bisschen im Zickzack durch Wuppertal, bevor die Strecke an der Wupper und dann am Marscheider Bach wieder auf die Höhe führt. Hier ist der Panorama-Radweg wohl noch ein Provisorium. Eigentlich bin ich auf der Balkan-Trasse unterwegs. Von Remscheid-Lennep an ist es dann tatsächlich ein Bahntrassenradweg. Wunderbar sanft geht es bergab nach Opladen am Rhein.


Schieferfassage mit  grünen Fensterläden
Typisch Bergisches Land

Bahntrassenradweg im Schatten
Balkantrasse


Erpeler Ley Unfall auf dem Rhein-Radweg, wenige Kilometer vor meiner Unfallstelle von Ende 2021: ein älterer Mann ist am Damm-Deich gestürzt. Er hat das Schild mit der Aufforderung zum Fahrradschieben ignoriert. Jetzt hängt sein Fahrrrad kopfüber über dem Geländer. Seine blutenden Wunden am Kopf werden versorgt, einer ist das dabei den Notarzt herbeizutelefonieren. Der Rest ist Hitze. Und immer mehr Hitze. Ich möchte die Streckenlücke bis Koblenz zufahren. Das gelingt. Aber erst bei Tages-Kilometer 199. Ohne die Kilometer direkt nach Mitternacht.
Zuletzt muss ich aufpassen, dass ich nicht dehydriere. Und mich stetig kühle mit Wasser.
Eigentlich wollte ich nicht mehr so viele Kilometer an einem Tag radeln. Am Ende bin ich dann genervt von allem. Vor allem von der Bahn mit ihren Verspätungen, Improvisationen, Missmanagement und rücksichtslosen Fahrgästen.
Egal die Tour war toll. Drei Wochen funtastisches Städteradeln - bis zur Nordsee.


Räder im vollen Zug
Erste Bahnfahrt mit Idworx


Route Mainz



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Mainz - Leiden (30.5.-21.6.2026)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. zum Download als Excel-Tabelle Excel-Logo

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 30.5.2026 Mainz Wiesbaden - Gustavsburg Mainz 53
2. 31.5.2026 Mainz Ingelheim - Gaulsheim - Frei-Weinheim Mainz 58
3. 1.6.2026 Mainz Ingelheim - Frei-Weinheim Mainz 61
4. 2.6.2026 Mainz Wiesbaden - Gustavsburg Mainz 53
5. 3.6.2026 Mainz Bingen Oberwesel 62
6. 4.6.2026 Heinsberg Grenze DE/NL - Roermond - Venlo Nimwegen 119
7. 5.6.2026 Nimwegen Utrecht - Leiden - Katwijk Leiden 151
8. 6.6.2026 Leiden Katwijk Leiden 32
9. 7.6.2026 Leiden Katwijk - Leiden - Zug - Utrecht - Zug - Frankfurt Mainz 80
10. 8.6.2026 Mainz Wiesbaden - Gustavsburg Mainz 59
11. 9.6.2026 Mainz Frankfurt - Zug - Gustavsburg Mainz 87
12. 10.6.2026 Mainz Nieder-Olm - Ingelheim - Frei-Weinheim Mainz 72
13. 11.6.2026 Mainz Nieder-Olm - Friesenheim - Nierstein Mainz 79
14. 12.6.2026 Mainz Ingelheim - Zug - Oberwesel - Koblenz - Zug Essen 77
15. 13.6.2026 Essen Hattingen - Bochum Essen 62
16. 14.6.2026 Essen Zug Mainz 55
17. 15.6.2026 Mainz Ingelheim - Frei-Weinheim Mainz 54
18. 16.6.2026 Mainz Ingelheim - Frei-Weinheim Mainz 65
19. 17.6.2026 Mainz Nieder-Olm - Ingelheim - Frei-Weinheim Mainz 69
20. 18.6.2026 Mainz Ginsheim-Gustavsburg - Nieder-Olm - Ingelheim - Frei-Weinheim Mainz 89
21. 19.6.2026 Mainz Gustavsburg Mainz 30
22. 20.6.2026 Heinsberg Mönchengladach - Neuss - Düsseldorf - Essen Wattenscheid 126
23. 21.6.2026 Wattenscheid Essen - Wuppertal - Opladen - Köln - Bonn - Koblenz - Zug Mainz 217
Summe 1810

Rad auf Bahntrasse
Mein neues altes Idworx auf der Bahntrasse bei Sprockhövel


Anschluss Tour 141: Mainz - Hermeskeil - Mainz (458 km) Mai 2026

Anschluss Tour 138: Duisburg - Dortmund - Duisburg (347 km) März/April 2026

Anschluss Tour 135: Bremen - Verdun (3297 km) Mai-Juli 2025

Anschluss Tour 134: Essen - Rottenburg (1039 km) Mai 2025

Anschluss Tour 127: Extensions Saarschleife - Wasserkuppe (3619 km) Mai-Juli 2024

Anschluss Tour 126: Saarschleife - Wasserkuppe (3047 km) Feb.-Mai 2024

Anschluss Tour 120: Appelbach - Mainz - Aar (440 km) Mai 2023

Anschluss Tour 118: Mainz - Idar-Oberstein (292 km) April 2023

Anschluss Tour 112: Essen - Sieg - Worms (716 km) Dez. 2021/Juli 2022

Anschluss Tour 111: Mainz - Kaiserslautern - Mainz (253 km) Juni 2022

Anschluss Tour 110: Papenburg - Brüssel (475 km) April 2022

Anschluss Tour 105: Marktredwitz - Mainz (599 km) Aug. 2020

Anschluss Tour 93: Mainz - Bad Hersfeld - Fulda (334 km) April/Mai 2018

Anschluss Tour 92: Maas: Neufchâteau - Rotterdam (951 km) April 2018

Anschluss Tour 89: Duisburg - Ostende - Saar (772 km) Okt. 2017

Anschluss Tour 88: Den Haag - Duisburg (299 km) Aug. 2017

Anschluss Tour 87: Mainz - Münster (400 km) Juni 2017

Anschluss Tour 83: Mainz - Denkendorf (341 km) Jan. 2017

Anschluss Tour 79: Westerwald - Hunsrück (383 km) Juni 2016

Anschluss Tour 78: Mainz - Jagst - Kocher (528 km) Mai 2016

Anschluss Tour 74: Rheinhessen - Donnersberg (300 km) Aug./Sept. 2015

Anschluss Tour 72: Mainz - Emmerich (416 km) Mai 2015

Anschluss Tour 69: Mainz - Plettenberg (444 km) Juni 2014

Anschluss Tour 64: Essen - Borkum (980 km) April/Mai 2013

Anschluss Tour 60: Mainz - Brocken (455 km) April 2012

Anschluss Tour 56: Dillenburg - Idstein (423 km) Juni 2011

Anschluss Tour 55: Mainz - Wissemburg (361 km) April 2011

Anschluss Tour 31: Paris - Hamburg (1100 km) Juli/Aug. 2006

Anschluss Tour 25: Nordsee: Brest - End to End - Mainz (4455 km) Aug./Sept. 2004

Anschluss Tour 24: Mittelrhein und Nebenflüsse (795 km) März/April 2004

Anschluss Tour 14: Mainz - Nordkap - Lofoten (4144 km) Juni/Juli 2001

Anschluss Tour 10: Mainz - Vilnius (2100 km) Aug. 2000

Anschluss Tour 9: Mainz - Dresden (715 km) Juni 2000

Anschluss Tour 7: Mainz - Ravensburg (370 km) April 1999

Anschluss Tour 6: Mainz - Strasbourg (428 km) Sept. 1998

Anschluss Tour 4: Bonn - Luxembourg (295 km) April 1987

Anschluss Tour 3: Essen - Zagreb (1680 km) März/April 1983

Anschluss Tour 2: Düsseldorf - Rom (1719 km) Sept. 1982

Anschluss Tour 1: Essen - Trier (422 km) Okt. 1981


Nächste Tour: Que sera

Vorherige Tour: Mainz - Hermeskeil - Mainz (458 km) Mai 2026


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